Aktionstag Medizin 2015 an der Fachschaft der Medizinischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen

Veröffentlicht am 27. November 2015
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Am 2.12. 2015 von 8.00 – 16.00 Uhr vor und im Hörsaal 81, Zeit 10:00 – 11:45, Ort HS 552

Hier die Broschüre zur Veranstaltung: Broschüre: AT2015_3.pdf

Die Grüne Hilfe vertritt Jost Leßmann, Regionalbüro Niedersachsen

Podiumsdiskussion – Legalisierung von Cannabis mit Prof. Ehrenreich Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin, Prof. Poser Oberarzt für Pharmakologie und Toxikologe und Psychatrie, Prof. Ambos Richter am Landgericht Göttingen und Jost Leßmann Grüne Hilfe Niedersachsen.

„Herr Leßmann weist darauf hin, dass die Konsumenten von Cannabis genötigt
werden, auf dem Schwarzmarkt einzukaufen. Der Drogenschwarzmarkt sei von Leuten beherrscht, die nur an harten Drogen etwas verdienen. Hanf würde nur angeboten, weil es so beliebt bei den Kunden sei. Alle Cannabis
Konsumenten kämen somit regelmäßig mit harten Drogen in Berührung. Wäre Cannabis legal zu erhalten, würden große Teile der harten Drogenszene verschwinden. Außerdem sei nicht das Cannabis als Substanz der Einstieg in die Drogenszene, vielmehr bringe die sprachliche Kategorisierung von Haschisch als illegale Droge seinen Konsumenten auf dem
Drogenschwarzmarkt in die Nähe von harten Drogen.
Ein anderes Problem sei das gefährliche Strecken der Droge mit giftigen Substanzen wie Henna, Blei oder auch Schuhcreame. Dieser Handhabung werde Verschlimmert durch die Regelung, dass ein Händler, falls er erwischt
wird, nach dem prozentualen Wirkstoffgehalt (THC-Anteil) im Haschisch verurteilt wird. Je schlechter also die Qualität des beschlagnahmten Stoffes sei, desto milder die Strafe. Für gesundheitsgefährdendes Strecken mit z.B. Chemikalien werde man so auch noch belohnt.“

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