Archive for the 'Cannabis als Medizin' Category

Drogenrepression nur für Statistik und den Papierkorb

Dienstag, Juni 5th, 2012

DIE LINKE Kreis Soest hatte für Montag 04.06.2012 zur drogenpolitischen Diskussion zu der Frage „Freigabe von Drogen – richtig oder unverantwortlich?“ mit MdB Frank Tempel (DIE LINKE) und Jost Leßmann (Grüne Hilfe Netzwerk e.V.) ins „Kasino“ in Lippstadt geladen. Dies traf auf reges Interesse. Manfred Weretecki, Vorsitzender DIE LINKE. Kreis Soest, moderierte die Diskussion.

Zu Beginn der Veranstaltung stellten Frank Tempel (Thüringen), Jost Leßmann (Göttingen) und Manfred Weretecki (Warstein), die alle am Wochenende am Göttinger Bundesparteitag der LINKEN teilgenommen hatten, übereinstimmend fest, dass sie glücklich und zufrieden mit den Ergebnissen des Bundesparteitages sind. Der neue Vorstand spiegelt die Partei gut wieder.

Der heutige Bundestagsabgeordnete Frank Tempel ist durch seine Tätigkeit als Kriminalkommissar mit dem Thema Drogen in Berührung gekommen. Er hat sich über zahlreiche Personenkontrollen geärgert, die fast alle nur für die Kriminalitätsstatistik und den Papierkorb nützlich waren. Denn Strafverfahren wegen dem Besitz geringer Mengen Cannabis werden zu 90 % eingestellt. Ein Jugendlicher hatte wegen ein paar Ecstasy-Pillen keine Chance mehr auf einen Job im öffentlichen Dienst. Seine betrunkenen Freunde hingegen kamen davon. Dagegen wurde ein Süchtiger, der vom Arzt kontrolliert mit Drogen versorgt wurde, entkriminalisiert.

Drogenverbote sollen den Gebrauch einschränken, gegen Missbrauch schützen und Drogentote vermeiden. Doch Frank Tempel ist zu dem Schluss gekommen, dass keines dieser Ziele erreicht wird. Drogen sind trotz Verbot verfügbar. In Deutschland gibt es an der Bevölkerung gemessen genau so viele Cannabis-KonsumenInnen wie in den Niederlanden. Die Repression und Strafverfolgung sind also völlig unverhältnismäßig. Drogen sind oft nicht der Grund für „Drogentote“ sondern unterschiedliche Reinheit, Streckmittel und Infektionen. Frank Tempel fordert deshalb Prävention und Gesundheitsberatung („Kenn dein Limit!“), SozialarbeiterInnen statt Repression. Viele Menschen brauchen zudem Drogen wie Cannabis als Medizin. Ab einer bestimmten Menge muss der Besitz und Konsum von Drogen straffrei werden. Verbraucherschutz, Jugendschutz etc. sind durch eine Legalisierung von Drogen zu erreichen. Über die Form der Legalisierung, ob in Apotheken, in Drogenläden oder Cannabis-Clubs kann man diskutieren.

Jost Leßmann von der Grünen Hilfe Netzwerk e.V. forderte, dass der Eigenanbau zugelassen wird. Zudem dürfte man nicht wie bisher den Führerschein verlieren, weil man vor einer Woche gekifft hätte. Zugleich rief er dazu auf, dass niemand wenn er gekifft hat, am gleichen Tag noch Auto fährt. Er gab Hinweise wie man sich bei Polizeikontrollen verhalten kann. Die Grüne Hilfe Netzwerk e.V. leistet Hilfe zur Selbsthilfe zu den Themen Cannabis und Recht, Cannabis als Medizin und Gefangenenbetreuung.

DIE LINKE. Kreis Soest
Presseerklärung 04.06.2012

Spendenaufruf für Marcel Musial

Sonntag, Mai 20th, 2012

Der Sarstedter ist einer von 74 Deutschen, die Cannabis aus gesundheitlichen Gründen verwenden dürfen. Marcel Musial ist einer der wenigen Menschen in der BRD, die ganz legal Cannabis rauchen dürfen.
Er hat die Ausnahmegenehmigung der Bundesopiumstelle, die es ihm erlaubt pro tag 1,6 Gramm zu konsumieren. Der 35-Jährige ist psychisch krank. Nach Angaben seines Arztes braucht er Cannabis, um einigermaßen stabil zu sein. Doch die Krankenkasse will ihm Cannbis als Medizin nicht bezahlen. Dieses Schicksaal eint viele CannabispatientInnen und führt bei vielen zur wirtschaflichen Pleite. So auch bei Marcel, der dazu noch Obdachlos geworden ist, weil das medizinische Cannabis viel zu teuer über Apotheken bezogen werden muss.
Marcel bittet uns einen Spendenaufruf zu organisieren, was wir hiermit tuen. Seine Kontoverbindung ist bei der Volksbank Hildesheim Börde-Sarstedt BLZ: 25991528 und Kontonummer 5014961000. Ihr könnt Ihn auch telefonisch erreichen unter 0176/94020309. Da er sofort Hilfe braucht, wäre es super wenn Ihr ihm schnell helfen würdet.
Grüne Hilfe den 20.Mai.2012

Freigabe von Drogen: richtig oder unverantwortlich?

Dienstag, März 27th, 2012

mit MdB Frank Tempel (DIE LINKE) und Jost Leßmann (Grüne Hilfe Netzwerk e.V.)
Dienstag 04. Juni 2012, 19:30 Uhr, Kasino, Südstr. 21,  59557 Lippstadt
Nicht erst seitdem…
… im Juni 2011 die „Global Commission on Drug Policy“ (Weltweite Kommission zur Drogenpolitik), eine unabhängige internationale Arbeitsgruppe prominenter Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft, für die UN ihren Bericht vorgelegt hatte, mehren sich die Stimmen, welche die seit über 40 Jahren bestehende Drogenverbotspolitik als grundlegend gescheitert ansehen. Die Kommission verlangt ein Ende der Kriminalisierung und Stigmatisierung von Drogennutzern mit zum Teil verheerenden Auswirkungen auf Individuen und der Gesellschaft als Ganzes.
Regierungen sollen darin bestärkt werden, neue Wege zu gehen um die Macht der organisierten Kriminalität einzuschränken und Gesundheit und Sicherheit der BürgerInnen unter Einbeziehung von Menschenrechtsfragen zu schützen.
Gemeint sind damit vor allem Maßnahmen zur Legalisierung von Cannabis und damit die Entkriminalisierung deren Gebraucher weil Cannabis mit Abstand die am weitesten verbreitete illegalisierte Droge ist.
In diesem Zusammenhang sorgte Frank Tempel, drogenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE, und ursprünglich Kriminalbeamter aus Thüringen, vor einiger Zeit für Aufregung. Dies deswegen, weil er im Januar dieses Jahres den Antrag der Fraktion DIE LINKE „Legalisierung von Cannabis durch Einführung von Cannabis-Clubs“ einbrachte, welcher durch eine öffentliche Anhörung im Gesundheitsausschuss ein beträchtliches öffentliches Interesse hervor rief.
Auf dieser Veranstaltung wollen wir die kontroversen Fragen, die sich aus den Forderungen der Globalen Kommission ergeben, wie z. B. nach Möglichkeiten der Regulierung der Drogenmärkte sowie der Legalisierung des Besitzes von Drogen genauso beleuchten wie die Fragen nach effektiver Suchtprävention und Cannabis Clubs nach spanischem Vorbild.
Wie kann ein selbstbestimmter Drogenkonsum geregelt werden? Wie ist Drogenmissbrauch zu vermeiden? Wie können Gesundheitsschutz und Jugendschutz sicher gestellt werden? Wie ist ein sicherer und legaler Drogenkonsum ohne Verunreinigungen und gefährliche Steckmitteln zu gewährleisten? Wir meinen, dass wir mehr Toleranz für erwachsene Menschen brauchen, die einen maßvollen Genuss von Drogen als Gewinn betrachten. Darüber wollen wir diskutieren.
Neben Frank Tempel konnten wir hierzu auch Jost Leßmann aus dem Vorstand des Vereins Grüne Hilfe Netzwerk e. V., einer Selbsthilfeorganisation, dies seit langem zum Thema Cannabis umfangreich tätig ist, gewinnen.
DIE LINKE. Kreisverband Soest
Martin Rediker
Elisabethstraße 5
59555 Lippstadt
Telefon 02941 59409
mrediker@web.de
www.die-linke-kreis-soest.de
V.i.S.d.P. Manfred Weretecki, DIE LINKE. Kreis Soest,
Thomästraße 11, 59494 Soest

„Viel Rauch um Nichts – Was tun mit Cannabis?“

Montag, März 26th, 2012

Podiumsdiskussion zum Thema
Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel

Info Grafik zur Veranstaltung in GöttingenIn Deutschland leben mehr als 17 Millionen Menschen die bereits Erfahrungen mit Cannabis gesammelt haben. Mindestens vier Millionen Deutsche griffen im vergangenen Jahr zu Joint & Co. – Konsumenten der jahrtausendealten Genussmittels findet man in allen Schichten, Altersgruppen, Berufen, Regionen. Dennoch erwecken Politik und Medien meist den Eindruck, Hanffreunde seien eine Randerscheinungen durchweg träge, behandlungsbedürftig, süchtig…

Die Cannabiskultour informiert über das Potential der Pflanze Hanf als Rohstoff, Medizin und Genussmittel. Sie will Nutzhanfprodukte und ihre Produzenten öffentlichkeitswirksam unterstützen, auf die Nöte der Cannabispatienten hinweisen und für eine Legalisierung der Rauschmittel Haschisch
und Marihuana werben.

Darüber diskutieren am 01.06.2012 ab 19.00 Uhr im Roten Zentrum Göttingen, Lange-Geismar-Str. 2, 37073 Göttingen:

Steffen Geyer, Hanfaktivist aus Berlin und Initiator der Cannabiskultour
Thomas Schneider, 1. Vorsitzender der Grünen Hilfe e.V.
Markus Cronjäger, Rechtsanwalt aus Berlin
Gunter Weiglein, Cannabispatient
Frank Tempel, Drogenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion die Linke
Patrick Humke, Gesundheitspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion die Linke

Ausrichter der Veranstaltung ist die Grüne Hilfe e.V.

Diskussion zur Drogenpolitik am 28.Dezember in Euskirchen

Freitag, Dezember 23rd, 2011

Euskirchen. National und international gerät die herrschende Drogenpolitik zunehmend unter Legitimationszwang: Die Commission of Drugs der Vereinten Nationen hat den „War on drugs“ für gescheitert erklärt… Nicht nur B’90/ Die Grünen, Die Linke. und Piraten fordern eine Abkehr von der Verbotspolitik.

Auf Einladung des „art eifel e.V.“ referiert Jo Biermanski, Pressesprecher der bundesweiten Cannabis-Initiative „Grüne Hilfe-Netzwerk e.V.“,  zu „Neuen Wegen in der Drogenpolitik“. Er erläutert die aktuelle Straf- und Verkehrsrechtssituation im Zusammenhang mit Drogen, erörtert die Kritik an der herrschenden Drogen-Verbotspolitik und stellt mögliche neue Wege einer humanen und rationalen Drogenpolitik vor. Anschließend ist Gelegenheit zur offenen Diskussion gegeben.

Die Diskussions-Veranstaltung findet am Mittwoch, den 28.Dezember um 19.30 Uhr im „ex- blue note“ (Kommerner Str. 182) in Euskirchen statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.