Archive for the 'Pressemitteilungen' Category

Jo Biermanski (GH Hessen) referiert zur Drogenpolitk

Sonntag, Juli 8th, 2012

Bad Homburg. Am Mittwoch, den 11.Juli um 19 Uhr referiert Jo Biermanski ( Sprecher der „Grünen Hilfe Hessen“ und der „linken Landesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik Hessen“) auf Einladung der „Linke. im Hochtaunuskreis“ zur Drogenpolitik.

Im Anschluss an das Einführungs-Referat von Jo Biermanski ist Gelegenheit zur drogenpolitischen Diskussion gegeben.

Interessierte sind für Mittwoch den 11.Juli um 19 Uhr zur drogenpolitischen Diskussion ins Vereinshaus Dornholzhausen ( Saalburgstr.158, 61350 Bad Homburg) eingeladen.

Hanftag in München am 7.7.2012

Dienstag, Juni 26th, 2012

Unter dem Motto “Hanf in Bayern – friedlich fayern” findet am 7.7.2012 der Hanftag in München statt. Gemeinsam möchten wir uns für Hanf als Rohstoff, Medizin und Genussmittel stark machen.

Dazu werden wir eine Demonstration durch die Münchner Altstadt veranstalten: Mit bekannten Politikern und Hanfaktivisten, die sich für eine alternative Drogenpolitik – Prävention statt Repression – einsetzen, chilliger musikalischer Begleitung und natürlich tausenden von Hanffreunden aus ganz Bayern!

Auch die Grüne Hilfe e.V. ist mit einem Redner vor Ort, mehr Infos zum Hanftag findet ihr hier: Hanftag München

Drogenrepression nur für Statistik und den Papierkorb

Dienstag, Juni 5th, 2012

DIE LINKE Kreis Soest hatte für Montag 04.06.2012 zur drogenpolitischen Diskussion zu der Frage „Freigabe von Drogen – richtig oder unverantwortlich?“ mit MdB Frank Tempel (DIE LINKE) und Jost Leßmann (Grüne Hilfe Netzwerk e.V.) ins „Kasino“ in Lippstadt geladen. Dies traf auf reges Interesse. Manfred Weretecki, Vorsitzender DIE LINKE. Kreis Soest, moderierte die Diskussion.

Zu Beginn der Veranstaltung stellten Frank Tempel (Thüringen), Jost Leßmann (Göttingen) und Manfred Weretecki (Warstein), die alle am Wochenende am Göttinger Bundesparteitag der LINKEN teilgenommen hatten, übereinstimmend fest, dass sie glücklich und zufrieden mit den Ergebnissen des Bundesparteitages sind. Der neue Vorstand spiegelt die Partei gut wieder.

Der heutige Bundestagsabgeordnete Frank Tempel ist durch seine Tätigkeit als Kriminalkommissar mit dem Thema Drogen in Berührung gekommen. Er hat sich über zahlreiche Personenkontrollen geärgert, die fast alle nur für die Kriminalitätsstatistik und den Papierkorb nützlich waren. Denn Strafverfahren wegen dem Besitz geringer Mengen Cannabis werden zu 90 % eingestellt. Ein Jugendlicher hatte wegen ein paar Ecstasy-Pillen keine Chance mehr auf einen Job im öffentlichen Dienst. Seine betrunkenen Freunde hingegen kamen davon. Dagegen wurde ein Süchtiger, der vom Arzt kontrolliert mit Drogen versorgt wurde, entkriminalisiert.

Drogenverbote sollen den Gebrauch einschränken, gegen Missbrauch schützen und Drogentote vermeiden. Doch Frank Tempel ist zu dem Schluss gekommen, dass keines dieser Ziele erreicht wird. Drogen sind trotz Verbot verfügbar. In Deutschland gibt es an der Bevölkerung gemessen genau so viele Cannabis-KonsumenInnen wie in den Niederlanden. Die Repression und Strafverfolgung sind also völlig unverhältnismäßig. Drogen sind oft nicht der Grund für „Drogentote“ sondern unterschiedliche Reinheit, Streckmittel und Infektionen. Frank Tempel fordert deshalb Prävention und Gesundheitsberatung („Kenn dein Limit!“), SozialarbeiterInnen statt Repression. Viele Menschen brauchen zudem Drogen wie Cannabis als Medizin. Ab einer bestimmten Menge muss der Besitz und Konsum von Drogen straffrei werden. Verbraucherschutz, Jugendschutz etc. sind durch eine Legalisierung von Drogen zu erreichen. Über die Form der Legalisierung, ob in Apotheken, in Drogenläden oder Cannabis-Clubs kann man diskutieren.

Jost Leßmann von der Grünen Hilfe Netzwerk e.V. forderte, dass der Eigenanbau zugelassen wird. Zudem dürfte man nicht wie bisher den Führerschein verlieren, weil man vor einer Woche gekifft hätte. Zugleich rief er dazu auf, dass niemand wenn er gekifft hat, am gleichen Tag noch Auto fährt. Er gab Hinweise wie man sich bei Polizeikontrollen verhalten kann. Die Grüne Hilfe Netzwerk e.V. leistet Hilfe zur Selbsthilfe zu den Themen Cannabis und Recht, Cannabis als Medizin und Gefangenenbetreuung.

DIE LINKE. Kreis Soest
Presseerklärung 04.06.2012

Die DAPD Nachrichtenagentur und ihre Abmahnlakaien

Dienstag, Juni 5th, 2012

..haben die Hanfplantage.de wegen Artikeln, die vor 10 Jahren geschrieben – und dann hier vergessen – wurden abgemahnt. Innerhalb dieser 10 Jahre war der Artikel nicht verlinkt, aber wohl über Google findbar. Innerhalb der 10 Jahre haben sich auch die Copyright-Gesetze geändert. Wo es damals kein Problem war zu zitieren, ist es nun schon fast Strafbar auch nur den Titel zu verlinken. Unter dem AZ 36a C 179/12 in Hamburg ist ein weiteres ungerechtfertigtes Urteil in Sachen Copyrightverletzung zu finden. Ich erwarte Gerichtskosten von etwa 500 Euro, wer mir dabei helfen kann, möge sich bei mir melden: info@hanfplantage.de.

Ein eher generelles Projekt gegen die Abhmahnung von Weblinks findet sich hier: Markus Kompas Klehranlage. Ich habe Ihn mit 20 Euro unterstützt:

Liebe Leser, nervt euch die Pressekammer Hamburg mit ihren Urteilen über Forenhaftung? Mit ihrer “Störerhaftung”, von der die Abmahnindustrie lebt? Sucht ihr eine Gelegenheit, da mal Sand ins Getriebe zu streuen (aber ihr sucht sie nicht dringend genug, um euch absichtlich einer Klage dort auszusetzen)? Vielleicht habt ihr die Lage grob verstanden, aber habt noch nicht gehört, dass einer der besonders auffälligen Richter des LG Hamburg jetzt zum OLG Hamburg befördert wurde, und damit nicht mehr damit zu rechnen ist, dass man LG-Fehlurteile durch Berufung weggekriegt — jetzt muss man jedes Mal bis zum BGH gehen.

Wie dem auch sei, für alle diese Fälle habe ich für euch eine gute Gelegenheit: Heldenhaft hat sich Markus Kompa in die Bresche geworfen und eine Klage eines “Krebsarztes” eingefangen, der selbstverständlich vor dem LG Hamburg klagt, wo auch sonst. Es geht um einen Youtube-Link, den Kompa gesetzt hat, und das Video ist eine ZDF-Dokumentar-Produktion, deren Inhalt der “Krebsarzt” anficht. Dafür soll jetzt Kompa in Anspruch genommen werden. Es geht also mal wieder um Linkhaftung, und das LG Hamburg hat (wie zu befürchten stand) vorläufig zu Gunsten des “Krebsarztes” entschieden. Jetzt sammelt Kompa Geld für die nächsten Instanzen. via Fefes Blog

Steffen Geyer schrieb:Und wieder muss ich euch bitten, über Spenden nachzudenken. Diesmal braucht Martin Aus Berlin eure Hilfe http://www.hanfplantage.de/dapd-nachrichtenagentur-ihre-abmahnlakaien-05-06-2012

Bitte unterstüzt Martin Aus Berlin egal mit welcher Summe, wir als Grüne Hilfe e.V. werden unser langjähriges Mitglied und Regionalbürobetreiber aus Berlin nach Kräften auch unterstützen.
4184620863 bei 10050000 berliner spasskasse
martin steldinger mein name

„OTTMOB Hannover“ – Kleinkunst für Unkraut – die etwas andere Demo für die Entkriminalisierung von Cannabis als Rohstoff, Genussmittel und Medizin

Samstag, Mai 26th, 2012

Sonnabend, 02.06.2012
um 14:00 h – Eröffnungskundgebung mit Steffen Geyer auf dem Georgsplatz
ab 15:00 h – themenbezogene Kleinkunstaktionen in der City
ab 18:00 h – Abschlussveranstaltung Faustwiese/Fährmannsinsel in Linden

Der „OTTMOB Hannover“ im Rahmen der „Cannabiskultour“ ist eine politische Aktion für die Entkriminalisierung der Hanfpflanze (umgangssprachlich auch Ott) und deren Konsumenten.
Der langjährig erfahrene Hanfaktivist Steffen Geyer fährt mit einem eigens für die „Cannabiskultour“ umgebauten „Cannabus“ durch ganz Deutschland und veranstaltet in 100 Städten an 100 Tagen mehr als 100 Aktionen rund um die umstrittene Kulturpflanze.
Am 02.06.2012 macht er Halt in Hannover, wo ihm die hiesige Hanfbewegung mit gleich 3 Aktionen zum Thema einen würdigen Empfang bereitet.
Auf der Eröffnungskundgebung um 14 Uhr auf dem Georgsplatz spricht Steffen Geyer über die aktuelle Rechtslage in Deutschland und der EU. Weitere inhaltliche Beiträge sind in Planung. Die Anwesenden können sich vor Ort einen Stempel abholen, für den es am Abend ein kleines Geschenk gibt (T-Shirts, Jointspiele, bunte Bommeln, Blättchen, Tee, Energiebällchen, etc.).
Danach geht es von 15-18 Uhr in die Innenstadt, um mit Kunstaktionen wie Jonglage, Straßenmusik, Clowns, StreetArt und vielem mehr auf die Problematik aufmerksam zu machen und Informationen zu verteilen. Die Hannoveraner (auch die Nichtkonsumenten) dürfen sich auf einen bunten Samstagnachmittag mit einigen Überraschungen freuen.
Ab 18 Uhr findet dann die Abschlussveranstaltung auf der Wiese an der Faustbrücke / Fährmannsinsel in Linden an der Ihme statt. Die Teilnehmer erwartet eine Bühne mit Abschlusskundgebung, Musik, Poetryslam und vielem mehr (aktuelle Infos unter ottmob.chillenodergillen.de). Am „Cannabus“ gibt es eine Tombola mit themenbezogenen Gewinnen. Regionale Unternehmen aus der Hanfbranche werden zur entspannten Atmosphäre beitragen.

Ziel des „OTTMOB Hannover“ und der „Cannabiskultour“ ist es, für ein Umdenken im Umgang mit Hanf zu werben und das Potenzial der Pflanze als Rohstoff, Medizin und Genussmittel zu fördern und zu nutzen. Als Rohstoff bietet Hanf durch seine positiven Eigenschaften unzählige Möglichkeiten der Verwendung, in Form von Papier, Seil, Kosmetik, Dämmmaterial oder Nahrungsmitteln. Als Arzneimittel wird Cannabis bereits mehrfach erfolgreich eingesetzt, der Zugang für die Patienten ist praktisch jedoch fast unmöglich. Die Kriminalisierung und Strafverfolgung der Cannabiskonsumenten verursacht neben den negativen Auswirkungen für den Einzelnen (Verurteilung, Stigmatisierung, Arbeitsplatz- und Führerscheinverlust) immensen wirtschaftlichen Schaden für die Allgemeinheit.
Das Scheitern der Cannabisprohibition steht, auch international, auf vielen Ebenen zur Diskussion, denn durch eine Aufhebung des Verbotes ist nicht nur ein vernünftiger Jugend- und Verbraucherschutz möglich, sondern es wird auch dem Schwarzmarkt und der organisierten Kriminalität der Nährboden entzogen. Von den beachtlichen zusätzlichen Steuereinnahmen im Falle einer legalen (kontrollierten) Abgabe ganz zu schweigen, denn laut Bundesregierung gibt es in Deutschland mindestens 3 Millionen Menschen, die mehr oder weniger regelmäßig Cannabis konsumieren.

Weitere Informationen:
Ottmob-Webseite: http://ottmob.chillenodergrillen.de/
CannabisKultour-Webseite: http://cannabiskultour.de/
Ansprechpartner für Presse vorab und vor Ort:
Steffen Geyer 0178-6594399

„Viel Rauch um Nichts – Was tun mit Cannabis?“

Montag, März 26th, 2012

Podiumsdiskussion zum Thema
Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel

Info Grafik zur Veranstaltung in GöttingenIn Deutschland leben mehr als 17 Millionen Menschen die bereits Erfahrungen mit Cannabis gesammelt haben. Mindestens vier Millionen Deutsche griffen im vergangenen Jahr zu Joint & Co. – Konsumenten der jahrtausendealten Genussmittels findet man in allen Schichten, Altersgruppen, Berufen, Regionen. Dennoch erwecken Politik und Medien meist den Eindruck, Hanffreunde seien eine Randerscheinungen durchweg träge, behandlungsbedürftig, süchtig…

Die Cannabiskultour informiert über das Potential der Pflanze Hanf als Rohstoff, Medizin und Genussmittel. Sie will Nutzhanfprodukte und ihre Produzenten öffentlichkeitswirksam unterstützen, auf die Nöte der Cannabispatienten hinweisen und für eine Legalisierung der Rauschmittel Haschisch
und Marihuana werben.

Darüber diskutieren am 01.06.2012 ab 19.00 Uhr im Roten Zentrum Göttingen, Lange-Geismar-Str. 2, 37073 Göttingen:

Steffen Geyer, Hanfaktivist aus Berlin und Initiator der Cannabiskultour
Thomas Schneider, 1. Vorsitzender der Grünen Hilfe e.V.
Markus Cronjäger, Rechtsanwalt aus Berlin
Gunter Weiglein, Cannabispatient
Frank Tempel, Drogenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion die Linke
Patrick Humke, Gesundheitspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion die Linke

Ausrichter der Veranstaltung ist die Grüne Hilfe e.V.

Diskussion zur Drogenpolitik am 28.Dezember in Euskirchen

Freitag, Dezember 23rd, 2011

Euskirchen. National und international gerät die herrschende Drogenpolitik zunehmend unter Legitimationszwang: Die Commission of Drugs der Vereinten Nationen hat den „War on drugs“ für gescheitert erklärt… Nicht nur B’90/ Die Grünen, Die Linke. und Piraten fordern eine Abkehr von der Verbotspolitik.

Auf Einladung des „art eifel e.V.“ referiert Jo Biermanski, Pressesprecher der bundesweiten Cannabis-Initiative „Grüne Hilfe-Netzwerk e.V.“,  zu „Neuen Wegen in der Drogenpolitik“. Er erläutert die aktuelle Straf- und Verkehrsrechtssituation im Zusammenhang mit Drogen, erörtert die Kritik an der herrschenden Drogen-Verbotspolitik und stellt mögliche neue Wege einer humanen und rationalen Drogenpolitik vor. Anschließend ist Gelegenheit zur offenen Diskussion gegeben.

Die Diskussions-Veranstaltung findet am Mittwoch, den 28.Dezember um 19.30 Uhr im „ex- blue note“ (Kommerner Str. 182) in Euskirchen statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Presseerklärung: Hanfparade 2012 fordert Freiheit, Gesundheit, Gerechtigkeit

Mittwoch, Dezember 21st, 2011

Am Samstag, den 11. August 2012, wird in Berlin die 16. Hanfparade unter dem Motto »Freiheit, Gesundheit, Gerechtigkeit« stattfinden. Die traditionsreiche Demonstration will das Wissen um die Kulturpflanze Cannabis und ihre Nutzung als Rohstoff, Genussmittel und Medizin in den Mittelpunkt der politischen Diskussion stellen.


Cannabis ist Weltkultur

Die Hanfkultur ist in den letzten 150 Jahren weitgehend aus dem Allgemeinwissen der Bevölkerung verschwunden(1). Interessengruppen aus Wirtschaft und Politik haben diesen Wissensschwund proaktiv mit Angst schürenden Falschmeldungen befördert. So warnte eine von Regierungen gesteuerte und breit angelegte Kampagne die Bevölkerung Ende der 60er und Beginn der 70er Jahre vor einer „gigantischen Drogenwelle“, die auf Europa überschwappe. Die begleitenden Meldungen waren auffallend oft suggestiv und tendenziös konzipiert, um in demagogischer Weise die Bevölkerung zu manipulieren. Selbst völlig harmlose Haschischraucher wurden häufig als „kriminelle Rauschgiftsüchtige“ diskreditiert. Konkretes Wissen über Drogen ist durch Kampagnen wie diese jedoch kaum vermittelt worden.

An dieser Propagandamaschinerie hat sich in den letzten Jahrzehnten nichts geändert, wie die in den letzten Novembertagen von Bundeskanzlerin Angela Merkel getätgten Aussagen zu Cannabis zeigen. Obwohl vielfach nachgewiesen wurde, dass eine Lockerung der Cannabisrepression keine steigenden Konsumentenzahlen zur Folge hat, behauptete Merkel, dass eine Legalisierung die Schwelle zum Konsum noch weiter heruntersetzen würde. Und entgegen allen wissenschaftlichen Erkenntnissen behauptete sie, dass „auch der Konsum von geringen Mengen sehr, sehr hohe Abhängigkeiten schaffen kann“(2).

Freiheit, Gesundheit, Gerechtigkeit

Diese Dauerpropaganda reicht uns! Die verleumderischen Kampagnen gegen Haschischraucher führten zunehmend zur Ausgrenzung ganzer Gesellschaftsgruppen mitsamt ihrer Kultur. Die einseitig repressive Politik verhindert, dass Menschen in der Art und Weise genießen können, wie es ihrem Wesen entspricht. Da Cannabiskonsum den Lebensgenuss Dritter nicht beeinträchtigt, ist das Verbot des Umgangs mit psychotrop (d.h. die Seele bewegend) wirkenden Cannabisprodukten ein krasser Verstoß gegen die Grundprinzipien der Menschen- und Bürgerrechte. Diese gehören seit 1789 zu den Grundlagen moderner freiheitlich demokratischer Rechtsstaaten. In Artikel IV der „Déclaration des droits de l’homme et du citoyen“ heißt es:Die Freiheit besteht darin, alles tun zu dürfen, was einem anderen nicht schadet: Die Ausübung der natürlichen Rechte eines jeden Menschen hat also nur die Grenzen, die den anderen Mitgliedern der Gesellschaft den Genuss ebendieser Rechte sichern. Diese Grenzen können nur durch das Gesetz bestimmt werden.“

Und in Artikel V:
Das Gesetz darf nur solche Handlungen verbieten, die der Gesellschaft schaden. […]“

Der Genuss psychotrop wirkender Substanzen wie Cannabis beeinträchtigt die Rechtsgüter anderer Menschen nicht und darf deshalb aus ethischer Sicht nicht strafbewehrt sein. Die im Betäubungsmittelgesetz (BtMG) angedrohten Strafen für den Umgang mit Cannabis schränken in gravierender und ungerechtfertigter Weise die Freiheit der Menschen ein. Diese Strafandrohungen sind ein „unerträgliches Unrecht“(3) und somit nicht gerecht.

Aufgabe des BtMG ist es eigentlich, den Verkehr mit Betäubungsmitteln zum Wohle und gemäß der Patientenbedürfnisse zu regeln. Doch für das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) scheint das BtMG in erster Linie ein Gesetz zur „Verhinderung des Verkehrs mit Betäubungsmitteln“ zu sein. Offensichtlich wird beim BfArM die Verbotskultur (besser: Verbotsunkultur) höher bewertet als das Wohl der Patienten. Dr. Franjo Grotenhermen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin IACM), erklärte hierzu: „Es ist beschämend für ein zivilisiertes Land, dass es für diese Patienten keine andere Lösung findet, als sie wie Verbrecher zu behandeln und ins Gefängnis zu werfen.“(4) Die Hanfparade unterstützt Ärzte und Patienten bei ihren Bemühungen, den Zugang zur natürlichen Medizin Hanf zu erleichtern.

Das BtMG ist eine Rechtsnorm, die Teile der Gesellschaft diskriminiert (z.B. Hanfbauern) und andere bevorzugt (z.B. Weinbauern). Es ist ungerecht, dass Cannabis, die wohl nützlichste Pflanze der Welt, in Deutschland hinter bürokratischen Hürden verborgen ein Nischendasein fristet. Die Hanfparade will der Öffentlichkeit die vielfältigen Möglichkeiten des Rohstoffs Cannabis vor Augen führen.

Die Hanfparade ist eine Demonstration für Freiheit, Gesundheit und Gerechtigkeit.
Parallel zur Demonstrationsvorbereitung kämpft die Hanfparade gerichtlich gegen die Berliner Polizei (Aktenzeichen VG Berlin 1 K 354.11). Sie verwehrt sich u.a. gegen den Vorwurf der Versammlungsbehörde, weite Teile der letztjährigen Demonstration seien „nicht auf kollektive Meinungskundgabe ausgerichtet“ und die Gesamtveranstaltung deshalb keine Versammlung im Sinne des Grundgesetzes
(5). „Die offensichtliche Willkür, mit der das Demonstrationsrecht in Sachen Hanfparade 2011 gebogen und gebrochen wurde, können wir nicht hinnehmen“, so Martin Steldinger, einer der Vorstände.


Für Ihre Fragen steht Ihnen der Pressesprecher der Hanfparade Steffen Geyer gerne zur Verfügung.

Web: www.hanfparade.de
Telefon: 0178 – 65 94 399
E-Mail: 
info@hanfparade.de

1) Umfasste der Artikel »Hanf« in Meyers Konversationslexikon in 15 Bänden von 1874-1878 insgesamt mehr als vier Seiten, so waren es im Brockhaus in 20 Bänden von 1929-1935 noch eine Seite und im Knaurs Lexikon in 20 Bänden von 1974 nur noch eine halbe Seite.
2) 
http://hanfverband.de/frage
3) 
http://www.hanfparade.de/ziele-motto/unsere-philosophie/recht-und-ethik.html
4) 
http://www.cannabis-med.org/german/bulletin/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id=254
5) 
http://www.hanfparade.de/programm-route/news/10-news/173-klage-aktenzeichen.html

http://www.hanfparade.de/programm-route/news/10-news/188-pressemitteilung-der-hanfparade-vom-20122011.html

Das Grüne Hilfe Netzwerk – Tagesrausch 18.11.2011

Samstag, November 19th, 2011

Am 17.11. 2011 war ein Teil der Grünen Hilfe in Berlin zu einem Arbeitstreffen. Bei der Gelegenheit hat uns Steffen Geyer aka UsealRedAnt gefragt ob wir nicht Lust hätten eine Folge Tagesrausch über die Grüne Hilfe e.V zu drehen. Dies haben wir gerne angenommen, Steffen schreibt über das Interview:

Im Interview informieren Jost und Thomas über die Arbeit des Grüne Hilfe Netzwerk e.V. – Der 1994 gegründete Verein versteht sich als Informations- und Kontaktbörse. Er bietet Hilfe zur Selbsthilfe bei BtM-Delikten und organisiert Gefangenenbetreuung. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter in den elf Regionalbüros informieren über juristische Folgen einer Tat, geben Verhaltenstipps und helfen bei der Anwaltssuche. Die Adressen und Telefonnummern aller Regionalbüros findet ihr unter http://www.gruene-hilfe.de/regionalbueros/

Wer die Grüne Hilfe unterstützen will, ohne selbst Berater zu sein, kann Fördermitglied werden (ab 25,- Euro pro Jahr). Alle die darüber hinaus aktiv werden wollen, können das Bundesbüro (im thüringischen Arnstadt) unter Telefon 03628- 660 690 oder per Email an info@gruene-hilfe.de erreichen.
Mehr Informationen zur Grünen Hilfe auf http://www.Gruene-Hilfe.de
Idee und Produktion: Steffen Geyer http://usualredant.de

Das Video findet Ihr auf der Seite Tagesrausch . Vielen Dank an Steffen für den Dreh und sein Engagement.

Im Interview des tagesrausch über die Arbeit der Grünen Hilfe ist uns ein Fehler unterlaufen, den wir hiermit korrigieren wollen.
Thomas Schneider sagt im Interview, dass Fördermitglieder bei der Grünen Hilfe auch Stimmrecht haben, diese ist nicht richtig.
Fördermitglieder haben im Gegensatz zu ordentlichen Mitgliedern kein Stimmrecht.
Wir bitten dieses Versehen zu entschuldigen.

Göttingen den 25.01.2012
Für den Vorstand jost leßmann

Grüne Hilfe spendet 250 Euro an Günther Weiglein

Montag, November 14th, 2011

Obwohl Günther Weiglein zu den gerade einmal rund 60 Deutschen gehört, die natürliches Cannabis als Medizin nutzen „dürfen“, wendet er sich heute mit einem Hilferuf an euch.
Der unter cronischen Schmerzen leidende Würzburger kann sich sein Apothekenmarihuana nämlich nicht leisten (die Krankenkasse zahlt die 14,40 Euro pro Gramm nämlich nicht) und verklagt die Bundesopiumstelle nun darauf, dass ihm der Eigenanbau von Cannabis erlaubt wird.

Wir haben Dank einiger Spenden einen Betrag von 175 Euro gesammelt. Mit 75 Euro konnten wir den Betrag aufstocken und somit gehen an Günther 250 Euro, wir hoffen,  dass sich noch weitere der Spende anschließen.

Günther braucht eure Hilfe in Form von Geldspenden für die Prozesskosten!

Das Grüne Hilfe Netzwerk e.V. hat sich dem Spendenaufruf angeschlossen! Sofern ihr eine Spendenquittung benötigt überweist an folgende Verbindung und meldet sich bei info@gruene-hilfe.de per E-Mail, ansonsten folgt weiter unten Günthers direkte Bankverbindung:
Das Grüne Hilfe Netzwerk ist als gemeinnützig anerkannt.

An: Grüne Hilfe Netzwerk
Postbank Frankfurt
Kto.-Nr.: 91570-602
BLZ: 500 100 60
Vermerk: Günther Weiglein
International:
IBAN: DE11 5001 0060 0091 5706 02
BIC: PBNKDEFF

Überweist eure Spende an:
Günther Weiglein
Sparkasse Mainfranken
Konto 852 131 71
BLZ 790 500 00

Im Interview von Steffen Geyer mit Günther und seinem Anwalt Mathias Schillo diskutieren wir die Erfolgsaussichten des Verfahrens und gehen der Frage nach, wie ein Erfolg den Zugang zu Cannabismedizin erleichtern würde.
Das Videointerview gibts hier: http://www.youtube.com/

Interview mit Günther Weiglein

Im folgenden dokumentieren wir ein Kurzinterview mit Günther Weiglein vom Hanfjournal:

Günther Weiglein erhält seit Herbst 2009 Cannabisblüten aus der Apotheke. Ein Gramm kostet ihn dort 14,40 Euro, das Cannabis wird aus niederländischen Apotheken importiert, wo es dort wohnhafte Patienten die Hälfte kostet. Der einzige Produzent von medizinischem Cannabis in Deutschland, die Südhanf AG (www.suedhanf.de) darf ihr in München produziertes Cannabis nicht an deutsche Patienten oder Apotheken abgeben. Deshalb hat sich Günther Weiglein entschieden, beim BfArM einen Antrag auf Selbstversorgung zu stellen. Bislang hat die Behörde jeoch keinen einzigen der zahlreichen Anträge positiv beantwortet.

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