Archive for the 'Veranstaltung' Category

Bericht zur drogenpolitischen Veranstaltung in Limburg am 22.10.2008

Sonntag, Oktober 26th, 2008

Nachfolgend der Bericht der drogenpolitischen Diskussions-veranstaltung in Limburg am 22.10.2008:

Diskussion-Veranstaltung der Linken zur Drogenpolitik Limburg. „Die Linke.- Kreisverband Limburg“ hatte Joachim Biermanski (Grüne Hilfe e.V./ Die Linke.- Landesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik Hessen), Winfried Schmidt-Norgiev ( Gruppentherapeut), Valentin Batlle (Hanf-Aktivist) und Ossi Schneider ( Jugend- und Drogenberatung Limburg e.V.) als Referenten zur Diskussions-Veranstaltung zum Thema „Drogen“ eingeladen.

Zunächst erläuterte Joachim Biermanski als Pressesprecher des bundesweiten „Grüne Hilfe e.V.“ und Sprecher der „linken Landesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik Hessen“, dass die herrschende Prohibitions- (Verbots-)politik durch Zerstörung von Lebensläufen, Vertrauensverhältnissen, Freundschaften und Familien mehr Probleme schaffe, als sie vorgebe zu lösen. „Obwohl Verbote nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keinen direkten Einfluss auf die Verbreitung des Konsums hätten, werden in Hessen mehr als 75 Millionen Euro pro Jahr allein für die Verfolgung von Cannabis ausgegeben, während für Aufklärung und Prävention nicht einmal 1% dieser Summe zur Verfügung stehen.“ Diese Verbotspolitik fördere ohne erkennbare Erfolge Schwarzmarktstrukturen mit „mafia-ähnlichen“ Folgen, führe zu Steuerverschwendung und behindere tatsächlichen Jugend- und
Verbraucherschutz. Die „linke Arbeitsgemeinschaft Drogenpolitik“ engagiert sich für ein drogenpolitisches Konzept der Regulierung des Drogenmarktes unter Berücksichtigung von Aufklärung und Prävention sowie Jugend- und Verbraucherschutz (z.B. durch legale Drugchecking-Modelle) statt Deregulierung und Schwarzmarktstrukturen durch Illegalisierung. Ziel linker Drogenpolitik sei ein fachlich überzeugendes Konzept zur Abgabe von Drogen unter Berücksichtigung des Gefährdungspotentials in einer Art „Drogenfachgeschäft“, in das auch der Verkauf von Alkohol und Nikotin einbezogen werden sollte.

Als Therapeut berichte Winfried Schmidt-Norgiev von Erfahrungen aus der Arbeit im Suchtklinik-Alltag. Er berichtete von 2 Millionen Alkoholkranken und 1 Million Medikamenten-Abhängigen in Deutschland. Nach dem körperlichen Entzug sei hier die Überwindung der psychischen Äbhängigkeit die wichtigste
therapeutische Aufgabe. Auch Herr Schmidt-Norgiev bezeichnete die Unterscheidung von legalen und illegalisierten Drogen als willkürlich und zweifelte den Einfluss von Verboten auf das Konsumverhalten an.

Als Hanf-Aktivist verwies Valentin Batlle auf den Zusammenhang von Sucht und dem Belohnungszentrum im Gehirn. Drogen und Drogenkonsum habe es immer gegeben und werde es immer geben, da diese für eine Art Glücksgefühl eingenommen würden. Er erläuterte, dass Abhängigkeit sich häufig erst im Zusammenhang mit sozialen Problemen entwickle. Herr Batlle benannte gutes Essen als seine persönliche Droge und verwies auf ein Studie der Universität von Texas nach der, Menschen mit geringerer Belohnungsaktivität des Gehirns eher zu Fettleibigkeit neigten. Menschen mit einer Genvariante, die dazu führe, dass der Dopaminrezeptor nicht so häufig vorkomme, müssten für den gleichen Genuss mehr essen und tendierten dementsprechend auch eher zu Übergewicht. Übertragen auf Drogenabhängigkeit sagte er: „Nicht die Droge, der Mensch macht’s.“

Ossi Schneider stellte dann die Arbeit der Jugend- und Drogenberatung im Kreis Limburg vor, die sich aus verschiedenen Angeboten wie der Fachstelle Suchtprävention; der Jugend- und Drogenberatungsstelle als Anlaufstelle; dem niedrigschwelligen Kontaktladen; der Methadon-Substitution, wobei die Zahl der Substituierten auf 50 begrenzt sei und sonstigen Präventionsangeboten zusammensetzt. Hierbei sei nicht die Droge das Thema, sondern „wie geht es Dir“. An die Politik gerichtet äußerte er, dass die Umsetzung problematisch sei, wenn es um die Finanzierung gehe.

Einig waren sich alle vier Referenten, dass die Entkriminalisierung von Konsumenten eine wichtige Forderung sei, um der Stigmatisierung und der Lenkung von Lebenswegen in schwierige Richtungen entgegenzuwirken. In der anschließenden offenen und lange geführten Diskussion wurden angeregt und emotional die verschiedensten Aspekte von Drogen und Drogenpolitik, wie Abstinenzdogma, soziale Probleme, Ellenbogengesellschaft, mafiöse Strukturen, Legalisierung, Abgabemodelle, Drugchecking,Cannabis als Medizin,… erörtert.

Abschließend lud Joachim Biermanski Interessierte zum nächsten Treffen der „linken Landesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik Hessen“, bei der auch Nicht-Parteimitglieder mitarbeiten können, am Samstag den 08.November, 11-19 Uhr im Büro „Die Linke.“ in Alsfeld (Volkmarstr.3) ein.

Grüße
J.Biermanski

22.10.2008 – “Deregulation oder Regulation des Drogenmarktes” – Diskussionsveranstaltung in Limburg

Samstag, Oktober 18th, 2008

Limburg. Unter dem Motto „Deregulation oder Regulation des Drogenmarktes“
veranstaltet Die Linke.- KV Limburg am Mittwoch, den 22.Oktober eine
Podiums-Diskussion zur Drogenpolitik.

Für das Podium haben Ossi Schneider ( Jugend- und Drogenberatung Limburg),
Winfried Schmidt (Sozialpädagoge) und Joachim Biermanski (Grüne Hilfe Netzwerk e.V., Die Linke.- Landesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik Hessen) zugesagt.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 22.Oktober um 19.30 Uhr im
„Schwarzen Adler“ (Barfüßer Str.) in Limburg statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.

FFM, 8.10.2008: Podiums-Diskussion zur Drogenpolitik

Sonntag, Oktober 5th, 2008

Frankfurt. Unter dem Motto “Freedom to farm” läd “Die Linke.-Landesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik Hessen” am Mittwoch, den 8.Oktober 2008 um 19 Uhr zu einer Diskussionsveranstaltung in den DGB-Jugendclub in der Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77 in Frankfurt/ Main ein.

Als Referenten sind Joep Oomen/ ENCOD (European Coalition for just an effective Drug Policies), Carsten Labudda/ Die Linke.-Bundesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik und Jo Biermanski/ Grüne Hilfe-Netzwerk e.V. eingeladen.

Schwerpunkte des Abends sind die europäische und die deutsche Cannabispolitik und der alltägliche Repressionsdruck gegen Cannabis-KonsumentInnen.

Interessierte sind herzlich eingeladen!

Aufruf zur Hanfparade am 02.August in Berlin

Samstag, Juli 5th, 2008

Auch 2008 ruft die Grüne Hilfe zur Hanfparade für Legalisierung, VerbraucherInnen- und Jugendschutz am 02.August in Berlin auf ( Auftakt: 13 Uhr/ Alexanderplatz). Die Grüne Hilfe ist mit einem Infostand mit dabei und der Pressesprecher Joachim Biermanski wird auf der Hauptbühne sprechen.

Die Demonstration für die Legalisierung von Hanf als Rohstoff, Medizin und Genussmittel protestiert gegen die herrschende Politik, die vorgibt mit Staatsanwaltschaft, Führerscheinentzug und Knast bessere Menschen zu formen. Die Drogen-Prohibition aber ist gescheitert, flächendeckend sind Drogen in Stadt und Land verfügbar. Hier sind humane und akzeptierende Konzepte für tatsächlichen VerbraucherInnen- und Jugendschutz überfällig. Verbote schaffen mehr Probleme als sie vorgeben zu lösen. Geschätzte 4 Millionen KifferInnen, Angehörige und Menschen, die die vielseitig verwendbare Nutzpflanze Hanf fördern wollen, sind aufgerufen, sich dem Protest anzuschließen.

Die OrganisatorInnen der Hanfparade suchen noch HelferInnen beim Verteilen und Aufhängen von Plakaten und Flyern, als Helfer- und OrdnerInnen während der Demo, bei der Organisation von Paradewagen und bei der Suche nach Spenden.

Nähere Informationen gibt es auf der Webseite der Hanfparade: www.hanfparade.de

Berlin: Rauschzeichen-Lesung und Rechtsberatung zum Weltdrogentag 2008 im Hanf Museum

Sonntag, Juni 22nd, 2008

UNO LogoAm 26. Juni 2008 veranstaltet die Grüne Hilfe Berlin den Weltdrogentag im Hanf Museum Berlin (Mühlendamm 5, 10178 Berlin-Mitte)!

Der Weltdrogentages 2008 steht unter dem Motto “Drogenkontrolle kontrolliert mein Leben” und steht bezeichnend für das Versagen der internationalen Drogenkontrollsysteme.

Rauschzeichen Cover des BuchesAn diesem Tag werden ab 15 Uhr Lesungen mit Steffen Geyer stattfinden. Er liest aus seinem neuen Buch: “Rauschzeichen – Alles was man über Cannabis wissen muss” und steht für Diskussionen und Fragen zur Verfügung.

Zwischen 18 und 19 Uhr kostenfreie Hanf-Rechtsberatung durch einen Anwalt (bitte Museumseintritt einplanen!).

Für das leibliche Wohl gibt es Hanf-Tee.

Weitere Hintergründe zum Weltdrogentag auf www.weltdrogentag.eu.

GH Hessen aktiv bei Protestaktionen zum Treffen der UN-Drogenkomission in Wien, GH-Büro Alsfeld vom 5.-10.März nicht besetzt

Montag, März 10th, 2008

Alsfeld. Vom 7.-9.März wird sich die Grüne Hilfe Hessen aktiv an den
ENCOD-Protestaktionen zum Treffen der UN-Drogenkomission in Wien beteiligen.

Daher ist das GH-Büro Alsfeld vom 5.-10.März nicht besetzt. Bei dringenden Fragen wendet Euch in dieser Zeit bitte an eines der anderen Regionalbüros. Alle Regionalbüros haben dieselben Daten und können euch für eure Region beraten.

15.3.2008: Einladung zur Veranstaltung: „Fiese Tricks von Polizei und Justiz“ mit Jörg Bergstedt (Projektwerkstatt Saasen)

Sonntag, März 2nd, 2008

Alsfeld. Am Samstag, den 15. März läd die „Grüne Hilfe Hessen“ in Kooperation mit „Die Linke.- LAG Drogenpolitik Hessen“, „linksjugend (’solid)- KV Vogelsberg“ und “Die Linke.- KV Vogelsberg” zur Informationsveranstaltung „Fiese Tricks von Polizei und Justiz“ ein. In einer umfangreichen Ton-Bilder-Schau mit fünf Fallbeispielen wird Buchautor Jörg Bergstedt (Projektwerkstatt Saasen) anhand von Auszügen aus Gerichts- und Polizeiakten referieren:

Projektwerkstatt im Bild„Ihr macht eine Gedichtelesung … und landet im Polizeiknast mit dem Vorwurf, einen Brandanschlag versucht zu haben. Einen Brandsatz hat sich die Polizei selbst gebastelt. Das glaubt niemand? Die Polizeiakten selbst belegen es. Aber das ist nur ein Fall: Verfolgung wegen Graffitis, die es nie gab. Gipsabdrücke von Schuhen des gewünschten Tatverdächtigen, die aber nicht am Tatort, sondern von der Polizei später selbst hergestellt wurden. Beweisvideos und -fotos verschwinden aus den Polizeizimmern, Falschaussagen werden gedeckt, Observationen verschwiegen, um Straftaten zu erfinden: Das Leben ist ein Bond-Film.“

Ein erschreckender, zuweilen witziger und immer spannender Vortrag mitkonkreten Fällen, Auszügen aus Polizei- und Gerichtsakten – ein tiefer Blick hinter das Grauen von Polizei- und Justizalltag!

Die Veranstaltung findet am Samstag, den 15.März um 15 Uhr im Hotel Klingelhöfer (Hersfelder Str.47) in 36304 Alsfeld statt: Interessierte sind herzlich eingeladen.

Referent: Buchautor Jörg Bergstedt (Projektwerkstatt Saasen)

Berlin: Verhandlung gegen medizinisches Cannabis

Mittwoch, September 19th, 2007

Piet ist ein Patient, welcher seine schwere Krankheit mit Cannabis selbst behandelt. Er pflanzt Hanf an, da er sich nicht auf dem Schwarzmarkt versorgen will. Deswegen wird er immer wieder von der Staatsanwaltschaft verklagt.

Am Donnerstag, den 20.9.2007 ist die “letzte Verhandlung” zu seinem Fall. Kommt alle – zeigt euer Interesse und Solidarität! Personalausweis nicht vergessen!

Grüne Hilfe Hessen ruft zum G8-Hanf-Protest auf

Dienstag, Mai 22nd, 2007

Grüne Hilfe Hessen ruft zum G8-Hanf-Protest auf – Öl- und Drogen-Krieg STOPP

Am Freitag, den 25.Mai findet in 36304 Alsfeld im Vogelsberg eine Demo gegen den G8-Gipfel statt.

Vorläufige Planung:

13 Uhr Auftakt Schulzentrum „In der Krebsbach“ anschließend Demonstration durch Alsfeld mit Zwischenkundgebung auf dem Marktplatz, anschließend weiter zum Klostergarten, mit Redebeiträgen, Infoständen, Filmvorführung, Musik und Speisen+Getränken, Ende: ca. 20 Uhr

Die Grüne Hilfe Hessen wird an der Demo als „Hanf-Gruppe“ teilnehmen und „Im Klostergarten“ einen Hanf-Infostand organisieren. Auch die Drogen-Prohibition wird auf den G8-Gipfeln koordiniert und festgeschnürt. Daher rufen wir auf, Euch am Protesttag in Alsfeld zu beteiligen und den Hanf-Protest gegen die G8 bunt und zahlreich in die hessische Provinz zu tragen. Desweiteren wird sich die Grüne Hilfe Hessen an der Protestwoche in Heiligendamm vom 31.Mai – 08. Juni beteiligen.

8.12.2006: Diskussions-Veranstaltung “Cannabis und Straßenverkehr”

Freitag, November 10th, 2006

Lauterbach. Als Sprecher der Linkspartei.PDS im Vogelsberg hat Joachim Biermanski für „Die Linke. im Vogelsberg“ eine Diskussions-Veranstaltung „Cannabis und Straßenverkehr“ organisiert. Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit einer Berichts-Anfrage „Führerscheinrechtliche Anordnungen“ von „Die Linke.WASG im Vogelsberg“ für die Kreitags-Sitzung am 18.12. in Homberg/ Ohm.

Die Diskussion findet am Freitag, den 08.Dezember um 19.30 Uhr in 36341 Lauterbach im Ristorante Roma (Obergasse) statt.

Für das Podium haben zugesagt:

Diskussionsleitung: Günther Bertold ( Linkspartei.WASG- KV Fulda)
Rechtsanwalt Dr. Leo Teuter / Frankfurt
Jo Biermanski (Grüne Hilfe- Netzwerk e.V.)

Ebenfalls für das Podium eingeladen waren B’90/ Die Grünen, CDU, FDP und SPD im Vogelsberg, die sich aber nicht an der öffentlichen Auseinandersetzung zum Thema „Cannabis und Straßenverkehr“ beteiligen wollen.

So haben CDU und SPD ohne Angabe von Gründen ihre Teilnahme abgesagt. Während die Einladung an die FDP sogar ohne jegliche Reaktion blieb,
formulierte die Kreisvorstandssprecherin der Grünen Christiane Löchel
folgende Absage:

„Nach Rücksprache mit den Mitgliedern des Kreisvorstandes und der Fraktion der Vogelsberger Grünen muss ich Ihnen leider mittteilen, dass von unserer Seite kein Interesse an einer Diskussion über Cannabis und Straßenverkehr besteht. Es besteht bei uns kein Diskussionsbedarf, weil wir Cannabis im Straßenverkehr in etwa gleichsetzen mit Alkohol im Straßenverkehr. Selbst bei einer Legalisation von Cannabis würde sich daran nichts ändern.“

Die Absagen sind eine weiterer Beleg für die Ignoranz und Unkenntnis der „herrschenden PolitikerInnen“ beim Thema „Cannabis und Straßenverkehr“, erklärte Joachim Biermanski.

Die Linke.WASG im Vogelsberg hofft mit der Diskussions-Veranstaltung und der nachfolgenden Berichts-Anfrage im Kreistag einen Beitrag zur Versachlichung und inhaltlichen Qualifizierung zu leisten, und hofft auf zahlreiche Beteiligung.