Das Grüne Hilfe Netzwerk, für Menschen mit Problemen mit dem BtMG

Willkommen auf der Webseite des Grüne Hilfe Netzwerk e.V.

Der Grüne Hilfe Netzwerk e.V. ist ein Organ bundesweiter Pro-Hanf Gruppen, welcher 1994 auf Initiative der Cannabis-Bundeskonferenz entstanden ist.

"Sie haben das Recht, die Aussage zu verweigern."

Wir verstehen uns als Kontakt- und Informationsbörse sowie Hilfe zur Selbsthilfe zu den Themen Cannabis und Recht, Cannabis als Medizin und Gefangenenbetreuung.

In der Navigationsleiste, auf der rechten Hälfte der Webseite, findest du Kontaktinformationen sowie eine Vielzahl von Informationen und Links.

Wir betreiben auch eine Mailingliste, mit der du ständig von uns auf dem neusten Stand gehalten wirst. An dieser Stelle geht es mit den Neuigkeiten der Grünen Hilfe weiter.


Einladung zur Drogenkontrolle

27. Oktober 2005

Na das ist ja mal wirklich dämlich peinlich freundlich von der Polizei in Neumünster. Obwohl, so ganz freiwillig war die Veröffentlichung eines geplanten Kontrolleinsatzes drei Tage im Voraus ja nicht, eher ist es der modernen Technik zu verdanken das diese Meldung jetzt schon zu lesen ist.

So lautet auch der erste Satz im Text: „ACHTUNG: Für diese Meldung gilt eine Sperrfrist bis 27.10.05, 22.30 Uhr.“ – was der Software der Kieler Nachrichten zum Glück Wurscht ist, verdeutlicht auch durch diesen freundlichen Hinweis am Ende der Meldung: „Wichtiger Hinweis: Bei dieser Meldung handelt es sich um eine Original-Pressemitteilung der Polizei. Sie wurde automatisch in unseren Dienst übernommen und von uns redaktionell nicht bearbeitet.“

Naja, uns kann das ja egal sein, man wird ja noch auf einen Artikel in den Kieler Nachrichten hinweisen dürfen, oder? Genauso wenig ist es illegal darauf hinzuweisen das man sich auf der Webseite des Liedermachers Götz Widmann einen netten Song herunterladen kann der aufzeigt das man mit solchen Kontrollen – gerade wenn man vorher weis wo sie stattfinden – eine Menge Spaß haben kann (Zöllner Vom Vollzug Abhalten Auf Der A4). Auch sind die Medien in der eigens eingerichteten Pressestelle ausreichend vertreten – denen muss man doch was bieten, oder?

Also, wenn du in der Nähe wohnst – einfach einen Beutel Majoran besorgen – das Dope zu Hause lassen und ab am 27.10.05 auf die BAB 7, Fahrtrichtung Norden, Rastplatz Holmoor-Ost. Kontrollbeginn: 22.30 Uhr. Die BAB 7 wird für diese Kontrolle in Richtung Norden voll gesperrt, der Verkehr über den Rastplatz umgeleitet.

Aus DrugBlog

Regionalbüro Bremen mit neuer Telefonnummer

27. September 2005

Das Grüne Hilfe Regionalbüro Bremen ist ab sofort einer neuen Rufnummer erreichbar. Die Festnetznummer ist hiermit veraltet und bitte nicht mehr anzurufen.

Grüne Zelle: René Gorig entnervt?! Wird GZ-Kontakt nach Werl verlagert?

23. September 2005

Nachdem René Gorig, derzeit wg. Hanf inhaftiert in der JVA Wittlich, die bundesweite Hanf-Gefangenen-Initiative „Grüne Zelle“ initiiert hat, scheint René Gorig nun durch Schikanen der JVA Wittlich (z. B. immer wieder angehaltene Post, siehe weitere GZ-Infos) und familiäre Probleme ( René hat zwei minderjährige Söhne, die derzeit bei der Schwester sind ) zu kapitulieren.

In seinem letzten Brief teilte er der Grünen Hilfe mit, dass er zu der Entscheidung gekommen sei, den gerichtlichen Weg der Anfechtungsklage (betreffs angehaltener Post) einzustellen. Dies habe er Rechtsanwalt Stefan Kristen aus Ludwigsburg bereits mitgeteilt, die Gründe hierfür werde er in den nächsten Tagen ausführlicher erläutern. So wie es derzeit aussehe, werde Erik in Werl die Grüne Zelle mit seinen Möglichkeiten fortführen. Die Grüne Hilfe wird gegebenenfalls zu neuer Grüne Zelle-Kontaktadresse informieren.

„Es geht mir weder mental noch physisch besonders gut. Fühle mich ausgelaugt und niedergeschlagen und keineswegs motiviert irgendein Engagement zu leisten. Hinzukommt, dass meine Söhne derzeit eher abweisend auf mich reagieren und ich deswegen emotional sehr down bin. Doch ich verstehe ihre Reaktion vollauf: Schließlich habe ich mein Versprechen, längst wieder bei ihnen zu sein (hier meint René wohl eine mögliche frühzeitige Entlassung nach 2/3 der Haftzeit) nicht gehalten und sie damit sehr enttäuscht. Da gibt es also in der nächsten Zeit viel Vertrauen und
Annäherung aufzubauen. Da bleibt kein Platz für irgendein anderes Engagement. Zum Glück funktioniert die Kommunikation mit meiner Schwester wieder sehr gut und darauf lässt sich aufbauen.“

Einladung zum Grüne Hilfe-Regionaltreffen Hessen

23. September 2005

Einladung zum Grüne Hilfe-Regionaltreffen Hessen

Am Donnerstag, den 29.September um 19.30 Uhr in „Pit’s Pinte“ in Gießen

Liebe Hanf-FreundInnen,
wir sind im Herbst angekommen, Deutschland hat gewählt und ich möchte Euch hiermit Hanf-herzlich zu unserem nächsten Treffen am 29.09. in Gießen (siehe oben) einladen.

Wir werden unter anderem die Themen

* Verfahren gegen Hanfjournal (eingestellt)
* Verfahren gegen Martin Rediker (GH NRW/ Bewährungsstrafe)
* René Gorig entnervt (Aktivitäten der Grünen Zelle eingestellt?)
* Deutschland nach der Wahl und Verschiedenes/ Allgemeines

bereden, erörtern, diskutieren…

Ich hoffe auf möglichst viele Hanf-FreundInnen, denn schon unter Rot-Grün ist der Wind, der Cannabis-AktivistInnen entgegenweht, schärfer geworden. Umso wichtiger ist es uns weiterhin und verstärkt zusammenzuschließen, zu organisieren…

Und mit neuer Kraft der Dämonisierung und Verteufelung entgegenzutreten…

Hanf wird siegen!

Bewährungsstrafe gegen Martin Rediker, Grüne Hilfe Aktivist

12. September 2005

Wegen Besitz von 1632,36 g Marihuana mit dem Wirkstoffgehalt von 35,75g THC wurde der Grüne Hilfe-Aktivist Martin Rediker (NRW) am 06.September vom Amtsgericht Lippstadt zu einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten auf 3 Jahre Bewährung + 1800 Euro Geldstrafe verurteilt.

Da die Durchsuchung vom LG Paderborn für rechtswidrig erklärt wurde, hat RA Georg Schulze (Falkstr.9, 33602 Bielefeld) für Martin Rediker Sprungrevision beim OLG Hamm eingereicht.

Wenn das Urteil in schriftlicher Form vorliegt werden RA Schulze und Martin Rediker gemeinsam entscheiden, ob der Weg der Sprungrevision gegangen werden soll.

Grüne Zelle – JVA Wittlich: Entschärfung in Sicht?

11. August 2005

Nachdem im Konflikt um angehaltene Post an die „Grüne Zelle“ die Anfechtungsklage durch RA Stefan Kristen/ Ludwigsburg auf dem Weg ist, der Vorgang wohl auch vom rheinland-pfälzischen Justizministerium geprüft wird (Protestschreiben sind weiterhin erwünscht), hat René Gorig klärende Gespräche mit entsprechenden Mitarbeitern der JVA gesucht.

Auch wenn eine grundlegende Klärung wohl auf dem Rechtsweg zu suchen ist, scheint sich eine atmospärische Entspannung abzuzeichnen, wie René Gorig schreibt: „Nachdem zunächst alles danach aussah, dass die Situation seitens der Anstalt weiter zugespitzt wird und ich, um dieser Annahme auf den Grund zu gehen, das Gespräch gesucht habe, zeichnet sich mir nun ein etwas anderes Bild ab: Im Gespräch mit dem Vollzugsabteilungsleiter ist klar zum Ausdruck gekommen, dass er- ungeachtet seiner persönlichen Meinung- (justiz-) politische Vorgaben zu erfüllen habe, die ihm, wenn überhaupt, nur sehrgeringen Ermessensspielraum ließen. Es wurde unmissverständlich festgestellt, dass mir sehr wohl ein Petitionsrecht“ ( Unterschriftenaktion) „zustehe und Kontakt zum Petitionsausschuss nicht der Postkontrolle unterliege. Meine Annahme die Anstalt wolle das Petitionsrecht behindern, beruht also lediglich auf einer falschen formalrechtlichen Vorgehensweise meinerseits. Der Vollzugsanstaltsleiter hat erkennen lassen, dass er nicht geneigt sei, Post in der private mit drogen-/hanfpolitischen Themen vermischt werden, grundsätzlich mit einer Anhalteverfügung zu belegen.“

Schreiben an René Gorig sind seitens der GH weiterhin erwünscht, zeigt Solidarität!

„Der VAL geht sehr differenziert und meiner Meinung nach auch ziemlich wohlwollend vor. Es ist also wirklich eine deutliche atmosphärische Entspannung spürbar.”

Darüberhinaus habe ich versucht herauszubekommen, worauf die Feststellung, „ich stehe „THC-haltigen Stoffen unkritisch und verharmlosend gegenüber“ beruht. In der Annahme, dass der interne Drogenberater der Urheber dieser Feststellung sei, habe ich auch mit ihm ein Gespräch geführt. Er verneinte jedoch die Urheberschaft und verwies auf den für meine Abteilung zuständigen Psychologen. Ohne auch nur im Ansatz den Versuch unternommen zu haben, ihm ein politisches Statement abzuverlangen, erklärte er, dass er seit Jahren für eine Legalisierung plädiere. Auch um den Knast zu leeren und endlich Behandlungsvollzug praktizieren zu können. Er könne unsere Forderungen voll unterstützen, doch auch für ihn als verbeamteten Oberpsychologierat seien die politischen Vorgaben bindend. Er könne beispielsweise auf Fortbildungen die Legalisierungsforderung vertreten und tue dies immer wieder. Nun werde ich noch Kontakt zum anderen Psychologen aufnehmen, da die Unterstellung „unkritisch und verharmlosend“ meines erachtens haltlos ist und aus meiner Akte verschwinden sollte. Diese Feststellung zieht ihre Kreise bis hin zur Stellungnahme der Anstalt hinsichtlich der Anfechtungsklage. Wenn diese Sache „bereinigt“ ist, steht die gerichtliche Klärung auch auf einem beiderseitigen fairen Fundament. Nach meiner jetzigen Einschätzung gehe ich davon aus, dass der VAL kein Interesse hat, dass sich wegen dieser Angelegenheit ein neuer Konflikt anbahnt.

Die Dialogbereitschaft besteht beiderseits und darauf lässt sich aufbauen.
Es macht keinen Sinn und bringt unser Anliegen nicht weiter, wenn grundsätzliche Standpunkte verhärtet und nicht ausgeräumt, zumindest aber auf einen Minimalkonsens gebracht werden.“

Rechtsberatung im Hanf Museum Berlin

4. August 2005

Das Hanf Museum hat für seine Besucher jetzt einen ganz besonderen Service: Es bietet jeden Donnerstag, zwischen 18 und 19 Uhr eine Rechtsberatung bei einem Anwalt an. So können sich Interessierte einen ersten Eindruck ihrer Situation machen.

Das Hanf Museum befindet sich Mühlendamm 5, 10178 Berlin – Mitte. Weiteres auch auf den Webseiten des Hanf Museum Berlins. Bitte 3,- Euro für den Eintritt zum Museum einplanen!

Hanfparade 2005 in Berlin

4. August 2005

Das Grüne Hilfe Netzwerk macht eine Aussenmission.

Auf geht es zur Hanf Parade in Berlin. Diesmal geht es Alexanderplatz um 12 Uhr los. Wir werden mit dabei sein.

Post an die GZ wurde angehalten – Protestschreiben an das Justizministerium

23. Juli 2005

Die Anstaltsleitung der JVA Wittlich hat Post an die Grüne Zelle/ René Gorig unter anderem von Jo Biermanski (Grüne Hilfe Hessen) mit kopierten GZ-Selbstdarstellungen und abgetippten GZ-Rundschreiben mit der Begründung „Gefährdung des Vollzugsziels“ angehalten. In diesem Zusammenhang bittet René Gorig um Protestschreiben (siehe Muster unten) an das Justizministerium in Mainz ( Ministerium der Justiz, Ernst-Ludwig-Str.3, 55116 Mainz) und an die JVA-Anstaltsleitung (Trierer Landstr. 32, 54516 Wittlich):

Die ganze Arbeit hier drinnen, mit all ihren repressiven Auswirkungen, macht nur Sinn, wenn die Solidarität auch draussen auf einem festen Fundament steht- ansonsten wird es zu nicht mehr als einer Lachnummer.

Nachdem RA Stefan Kristen/ Ludwigsburg die anwaltliche Vertretung für René Gorig übernommen hat, Akteneinsicht zur Prüfung einer Anfechtungsklage angefordert hat und erste Protestschreiben eingetroffen sind, sind bei einer erneuten Postsendung wortgleiche Schreiben von Jo Biermanski/GH wieder weitergeleitet worden. Weiterhin wurden aber auch weitere Post angehalten.

Wie RA Kristen mitteilte, wurde ihm Akteneinsicht von der JVA-Leitung verweigert, die entsprechende Anfechtungsklage wird derzeit vorbereitet. Seitens der JVA wird die Nichtaushändigung u.a. damit begründet, dass es den Resozialisierungsbemühungen störend entgegen stehe, wenn von dritter Seite außerhalb des Strafvollzugs Umstände mitgeteilt würden, die die unkritische und verharmlosende Einstellung gegenüber THC-haltigen Stoffen bestärkten und den Resozialisierungsbemühungen des Strafvollzugs zuwiederliefen, insbesondere indem auch die Zugehörigkeit zur drogenpolitisch aktiven Szene angesprochen wird, die ein Gefühl dafür vermitteln soll, dass es viele Gleichgesinnte gibt.

Aufgrund der Schikanen des Strafvollzugs ist René Gorig derzeit verständlicherweise äußerst frustriert und wir bitten um neben den Protestschreiben (s.o.) um aufmunternde Worte und Solidaritätsbekundungen per Postkarte oder Brief ( es können bis zu 10 Briefmarken beigelegt werden) an René Gorig, z.Zt. JVA, Trierer Landstr. 32, 54516 Wittlich.

Muster

Betreff: Anhalten von Post an die „Grüne Zelle“durch die JVA-Anstaltsleitung Wittlich

Im Zusammenhang mit Post an die Grüne Zelle/ René Gorig wurden durch die Anstaltsleitung der JVA Wittlich unter anderem GZ-Selbstdarstellungen und Rundschreiben angehalten.

Hiermit protestiere ich gegen diese unverhältnismäßige Maßnahme.

AUCH INHAFTIERTE HABEN EIN RECHT AUF POLITISCHE BETÄTIGUNG!

Name, Unterschrift, Ort + Datum

und versenden an:

* Ministerium der Justiz
* Ernst-Ludwig-Str.3
* 55116 Main

und an:

* JVA-Anstaltsleitung
* Trierer Landstr. 32
* 54516 Wittlich

Wir, die Grüne Hilfe, freuen uns natürlich auch immer über Feedback zu der Kampagne: schickt uns eine eMail an info@gruene-hilfe.de .

Öffentliche Verhandlung gegen Martin Rediker (Grüne Hilfe NRW)

23. Juli 2005

Lippstadt. Wegen Anbau und Besitz von 1632 g Marihuana mit dem Wirkstoffgehalt von 35,73g THC ist Martin Rediker von der Grünen Hilfe ohne Anhaltspunkte für ein Handeltreiben eines Verbrechens angeklagt.

Die öffentliche Verhandlung findet am Dienstag, den 6.September um 9 Uhr im Gerichtsgebäude (Lipperoder Str. 8, Raum I, Erdgeschoss) in 59555 Lippstadt statt. Martin Rediker will die Verhandlung nutzen, um die herrschende Drogenpolitik anzugreifen und eine Erklärung gegen die irrationale und inhumane Drogenpolitik abgeben.

Für die Verhandlung wünscht er sich möglichst viele ZuschauerInnen als moralische Unterstützung.

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