Das Grüne Hilfe Netzwerk, für Menschen mit Problemen mit dem BtMG

Willkommen auf der Webseite des Grüne Hilfe Netzwerk e.V.

Der Grüne Hilfe Netzwerk e.V. ist ein Organ bundesweiter Pro-Hanf Gruppen, welcher 1994 auf Initiative der Cannabis-Bundeskonferenz entstanden ist.

"Sie haben das Recht, die Aussage zu verweigern."

Wir verstehen uns als Kontakt- und Informationsbörse sowie Hilfe zur Selbsthilfe zu den Themen Cannabis und Recht, Cannabis als Medizin und Gefangenenbetreuung.

In der Navigationsleiste, auf der rechten Hälfte der Webseite, findest du Kontaktinformationen sowie eine Vielzahl von Informationen und Links.

Wir betreiben auch eine Mailingliste, mit der du ständig von uns auf dem neusten Stand gehalten wirst. An dieser Stelle geht es mit den Neuigkeiten der Grünen Hilfe weiter.


Berlin: Grüne Hilfe weniger erreichbar

7. Januar 2009

Das Hanf Museum Berlin wird in der Zeit vom 5. bis 12. Januar 2009 renoviert. Da die Grüne Hilfe Berlin im Hanf Museum beheimatet ist, ist das Regionalbüro zur Zeit weniger erreichbar. Bitte wende dich an ein anderes Regionalbüro! Auch die Rechtsberatung für Museumsgäste wird am Donnerstag, den 8. Januar 2009, nicht stattfinden.

Update: Das Hanf Museum hat seit dem 12. Januar 2009 wieder mit den normalen Öffnungszeiten geöffnet.

Briefe aus dem Knast von Daniel Schnikal (JVA Koblenz)

4. Dezember 2008

Briefe aus dem Knast/ D.Schnikal (JVA Koblenz) II

Hallo,
habe wieder ein paar Zeilen, die Ihr vielleicht für mich veröffentlichen könnt.

Ich habe ungefähr zwei Monate mit einem Gefangenen aus Stuttgart zusammengelegen, der auf Grund seiner Suchtprobleme hier in U-Haft einsaß. Er hatte große psychische Probleme, Depression, Angstzustände sowie Verlustängste. Diesbezüglich hat er jede Woche aufs Neue bei der Anstaltsärztin vorgesprochen und um Hilfe gebeten, eventuell Vorstellung beim Psychiater und so weiter. Geholfen hat man ihm soweit, dass er für fünf Tage das Medikament Tavor (0,5 mg) bekam mit dem Schlusssatz: Wir wollen sie nicht medikamentenabhängig machen!
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Arnstadt: Grüne Hilfe Büro im Dezember nur eingeschränkt erreichbar

2. Dezember 2008

Arnstadt: Das Grüne Hilfe Regionalbüro wird in der Zeit vom 3.12. bis 20.12. 2008 nicht erreichbar sein. Bitte wähle ein anderes Regionalbüro!

Brief aus der JVA Koblenz von D. Schwikal

4. November 2008

Ich befinde mich zur Zeit in der JVA Koblenz in Untersuchungshaft. Habe schon viel von der „Grünen Hilfe“ gehört und gelesen. Gut, dass es noch Vereine gibt, die auch Gefangene unterstützen, was nicht alltäglich ist, da der größte Teil der Gesellschaft Gefangene als Abfall sieht und uns die Justiz auch hin und wieder so behandelt. Dies fällt mir besonders im Bundesland Rheinland-Pfalz auf.
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Hanföl-Prozess in Hersbruck erneut verschoben!

27. Oktober 2008

Liebe UnterstützerInnen,

heute morgen bekam ich einen Anruf meines Anwalts. Der Termin im Hanföl-Prozeß wurde erneut, angeblich wegen Erkrankung des Richters verschoben. Ich hoffe ich kann euch bis morgen den neuen Termin mitteilen, aber folgendes anliegen wäre mir äußerst wichtig.

Viele von euch haben meinen Fall an andere weitergeleitet. Andere haben auf ihrer Homepage drüber berichtet. Bitte sagt allen Bescheid, dass sich der Termin erneut verschiebt, nicht dass morgen einige Hanffreunde allein und verlassen vorm Amtsgericht in Hersbruck stehen.

Am besten leitet ihr diese Info an alle weiter, die bereits zum morgigen Termin informiert wurden!

Für mich hat die Terminverschiebung nur einen Grund: Die wissen nämlich genau, was am Tag meiner Verhandlung los sein wird, und wollen das möglichst verhindern…Terminverschiebungen sind da eine gute Möglichkeit, schließlich hat nicht jeder, immer Zeit.

Ich hoffe diese Info erreicht alle Hanffreunde noch rechtzeitig, soweit erstmal danke für eure Unterstützung. Sobald ich den neuen Termin weiß, geb ich natürlich Bescheid,

euer Floh S.

Bericht zur drogenpolitischen Veranstaltung in Limburg am 22.10.2008

26. Oktober 2008

Nachfolgend der Bericht der drogenpolitischen Diskussions-veranstaltung in Limburg am 22.10.2008:

Diskussion-Veranstaltung der Linken zur Drogenpolitik Limburg. „Die Linke.- Kreisverband Limburg“ hatte Joachim Biermanski (Grüne Hilfe e.V./ Die Linke.- Landesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik Hessen), Winfried Schmidt-Norgiev ( Gruppentherapeut), Valentin Batlle (Hanf-Aktivist) und Ossi Schneider ( Jugend- und Drogenberatung Limburg e.V.) als Referenten zur Diskussions-Veranstaltung zum Thema „Drogen“ eingeladen.

Zunächst erläuterte Joachim Biermanski als Pressesprecher des bundesweiten „Grüne Hilfe e.V.“ und Sprecher der „linken Landesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik Hessen“, dass die herrschende Prohibitions- (Verbots-)politik durch Zerstörung von Lebensläufen, Vertrauensverhältnissen, Freundschaften und Familien mehr Probleme schaffe, als sie vorgebe zu lösen. „Obwohl Verbote nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keinen direkten Einfluss auf die Verbreitung des Konsums hätten, werden in Hessen mehr als 75 Millionen Euro pro Jahr allein für die Verfolgung von Cannabis ausgegeben, während für Aufklärung und Prävention nicht einmal 1% dieser Summe zur Verfügung stehen.“ Diese Verbotspolitik fördere ohne erkennbare Erfolge Schwarzmarktstrukturen mit „mafia-ähnlichen“ Folgen, führe zu Steuerverschwendung und behindere tatsächlichen Jugend- und
Verbraucherschutz. Die „linke Arbeitsgemeinschaft Drogenpolitik“ engagiert sich für ein drogenpolitisches Konzept der Regulierung des Drogenmarktes unter Berücksichtigung von Aufklärung und Prävention sowie Jugend- und Verbraucherschutz (z.B. durch legale Drugchecking-Modelle) statt Deregulierung und Schwarzmarktstrukturen durch Illegalisierung. Ziel linker Drogenpolitik sei ein fachlich überzeugendes Konzept zur Abgabe von Drogen unter Berücksichtigung des Gefährdungspotentials in einer Art „Drogenfachgeschäft“, in das auch der Verkauf von Alkohol und Nikotin einbezogen werden sollte.

Als Therapeut berichte Winfried Schmidt-Norgiev von Erfahrungen aus der Arbeit im Suchtklinik-Alltag. Er berichtete von 2 Millionen Alkoholkranken und 1 Million Medikamenten-Abhängigen in Deutschland. Nach dem körperlichen Entzug sei hier die Überwindung der psychischen Äbhängigkeit die wichtigste
therapeutische Aufgabe. Auch Herr Schmidt-Norgiev bezeichnete die Unterscheidung von legalen und illegalisierten Drogen als willkürlich und zweifelte den Einfluss von Verboten auf das Konsumverhalten an.

Als Hanf-Aktivist verwies Valentin Batlle auf den Zusammenhang von Sucht und dem Belohnungszentrum im Gehirn. Drogen und Drogenkonsum habe es immer gegeben und werde es immer geben, da diese für eine Art Glücksgefühl eingenommen würden. Er erläuterte, dass Abhängigkeit sich häufig erst im Zusammenhang mit sozialen Problemen entwickle. Herr Batlle benannte gutes Essen als seine persönliche Droge und verwies auf ein Studie der Universität von Texas nach der, Menschen mit geringerer Belohnungsaktivität des Gehirns eher zu Fettleibigkeit neigten. Menschen mit einer Genvariante, die dazu führe, dass der Dopaminrezeptor nicht so häufig vorkomme, müssten für den gleichen Genuss mehr essen und tendierten dementsprechend auch eher zu Übergewicht. Übertragen auf Drogenabhängigkeit sagte er: „Nicht die Droge, der Mensch macht’s.“

Ossi Schneider stellte dann die Arbeit der Jugend- und Drogenberatung im Kreis Limburg vor, die sich aus verschiedenen Angeboten wie der Fachstelle Suchtprävention; der Jugend- und Drogenberatungsstelle als Anlaufstelle; dem niedrigschwelligen Kontaktladen; der Methadon-Substitution, wobei die Zahl der Substituierten auf 50 begrenzt sei und sonstigen Präventionsangeboten zusammensetzt. Hierbei sei nicht die Droge das Thema, sondern „wie geht es Dir“. An die Politik gerichtet äußerte er, dass die Umsetzung problematisch sei, wenn es um die Finanzierung gehe.

Einig waren sich alle vier Referenten, dass die Entkriminalisierung von Konsumenten eine wichtige Forderung sei, um der Stigmatisierung und der Lenkung von Lebenswegen in schwierige Richtungen entgegenzuwirken. In der anschließenden offenen und lange geführten Diskussion wurden angeregt und emotional die verschiedensten Aspekte von Drogen und Drogenpolitik, wie Abstinenzdogma, soziale Probleme, Ellenbogengesellschaft, mafiöse Strukturen, Legalisierung, Abgabemodelle, Drugchecking,Cannabis als Medizin,… erörtert.

Abschließend lud Joachim Biermanski Interessierte zum nächsten Treffen der „linken Landesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik Hessen“, bei der auch Nicht-Parteimitglieder mitarbeiten können, am Samstag den 08.November, 11-19 Uhr im Büro „Die Linke.“ in Alsfeld (Volkmarstr.3) ein.

Grüße
J.Biermanski

22.10.2008 – “Deregulation oder Regulation des Drogenmarktes” – Diskussionsveranstaltung in Limburg

18. Oktober 2008

Limburg. Unter dem Motto „Deregulation oder Regulation des Drogenmarktes“
veranstaltet Die Linke.- KV Limburg am Mittwoch, den 22.Oktober eine
Podiums-Diskussion zur Drogenpolitik.

Für das Podium haben Ossi Schneider ( Jugend- und Drogenberatung Limburg),
Winfried Schmidt (Sozialpädagoge) und Joachim Biermanski (Grüne Hilfe Netzwerk e.V., Die Linke.- Landesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik Hessen) zugesagt.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 22.Oktober um 19.30 Uhr im
„Schwarzen Adler“ (Barfüßer Str.) in Limburg statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.

FFM, 8.10.2008: Podiums-Diskussion zur Drogenpolitik

5. Oktober 2008

Frankfurt. Unter dem Motto “Freedom to farm” läd “Die Linke.-Landesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik Hessen” am Mittwoch, den 8.Oktober 2008 um 19 Uhr zu einer Diskussionsveranstaltung in den DGB-Jugendclub in der Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77 in Frankfurt/ Main ein.

Als Referenten sind Joep Oomen/ ENCOD (European Coalition for just an effective Drug Policies), Carsten Labudda/ Die Linke.-Bundesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik und Jo Biermanski/ Grüne Hilfe-Netzwerk e.V. eingeladen.

Schwerpunkte des Abends sind die europäische und die deutsche Cannabispolitik und der alltägliche Repressionsdruck gegen Cannabis-KonsumentInnen.

Interessierte sind herzlich eingeladen!

Hanf-Öl Prozess auf den 28. Oktober 2008 verschoben

1. Oktober 2008

Die Grüne Hilfe berichtete von der Anklage im Hanf-Öl Prozess. Dieser wurde auf den 28. Oktober verschoben. Vorraussichtlich findet die Verhandlung um 10:30 Uhr am Amtsgericht Hersbruck statt.

Aufruf zur Teilnahme an Verhandlung wegen Hanf-Speiseöl-Besitz am 30.09.2008

24. September 2008

Angeklagt ist der Liedermacher und Hanfaktivist Floh Söllner, und zwar wegen dem Bestiz von – haltet euch fest – 118 gr. Hanf-Speiseöl aus dem Bio-Laden mit einem THC-Gehalt 0,13%….kein Scherz!

Floh Söllner
Jeder der möchte ist dazu aufgefordert, zur Verhandlung eine Flasche Hanf-Speiseöl mitzubringen, um dem Gericht die Hirnrissigkeit seiner Anklage zu demonstrieren.

Der Termin ist verschoben worden! Siehe die Folgemeldung!

Termin ist Dienstag, der 30. September um 14:00 auf dem Amtsgericht Hersbruck. Aktivisten und Presse sind ausdrücklich willkommen! Bitte sendet diese Mitteilung an alle eure Bekannten weiter, damit wir möglichst viele Leute bewegen können.

Kommet zu Hauf, und zeigt den Hanfverfolgern, dass wir uns die Repressionen nicht länger gefallen lassen. Bei Rückfragen wenden sie sich bitte an: Söllner Florian (masalander@yahoo.de)

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