Das Grüne Hilfe Netzwerk, für Menschen mit Problemen mit dem BtMG

Willkommen auf der Webseite des Grüne Hilfe Netzwerk e.V.

Der Grüne Hilfe Netzwerk e.V. ist ein Organ bundesweiter Pro-Hanf Gruppen, welcher 1994 auf Initiative der Cannabis-Bundeskonferenz entstanden ist.

"Sie haben das Recht, die Aussage zu verweigern."

Wir verstehen uns als Kontakt- und Informationsbörse sowie Hilfe zur Selbsthilfe zu den Themen Cannabis und Recht, Cannabis als Medizin und Gefangenenbetreuung.

In der Navigationsleiste, auf der rechten Hälfte der Webseite, findest du Kontaktinformationen sowie eine Vielzahl von Informationen und Links.

Wir betreiben auch eine Mailingliste, mit der du ständig von uns auf dem neusten Stand gehalten wirst. An dieser Stelle geht es mit den Neuigkeiten der Grünen Hilfe weiter.


Umfrage der Göthe-Uni zu „Legal Highs“

27. Juni 2016

Die Göthe-Uni forscht zur Zeit an „NPS“, also den „neuen psychoaktiven Substanzen“, die so auf dem Markt sind. Die Forscher/innen haben dazu eine Umfrage erstellt:

Die Umfrage ist Teil eines internationalen Forschungsprojekts. Wir untersuchen verschiedene Aspekte des NPS-Konsums in sechs europäischen Ländern. Mit NPS meinen wir alle Arten von neuen psychoaktiven Substanzen, also sowohl in Reinform als auch unter Markennamen angebotene. Alternative Bezeichnungen für NPS sind „Research Chemicals“, „Legal Highs“, „Kräutermischungen“ und „Badesalze“. Ein bekannter Markenname ist „Spice“. NPS umfassen eine ganze Reihe von pharmazeutischen Gruppen wie z.B. Stimulanzien, Empathogene, Sedativa und Dissoziativa. Daher können NPS sowohl synthetische Cannabinoide, Cathinone, Amphetamine, Opioide als auch andere chemische Drogen sein und zu zahlreichen unterschiedlichen Zwecken konsumiert werden, vom Schlafmittel bis hin zur Partydroge. Die Beantwortung unserer Fragen dauert ca. 30 Minuten (es sind 64 Fragen, in den meisten Fällen müssen Sie jedoch nicht alle beantworten).

Die Teilnahme ist vollkommen anonym. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns bitte wie folgt:

Der Link zur Umfrage: zur Umfrage bei der Göthe-Uni Frankfurt am Main und die Homepage: NPS-transnational.org

bei Rückfragen wendet euch an:
Goethe-Universität
Dr. phil. Gerrit Kamphausen
Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung
Centre for Drug Research
Theodor-W.-Adorno-Platz 6
60629 Frankfurt a.M.
Büro: Gebäude PEG, Raum 1.G053

28.6.: Diskussions-Veranstaltung zur Drogenpolitik in 36304 Alsfeld

26. Juni 2016

Über neue Wege in der Drogenpolitik spricht und diskutiert der Bundestagsabgeordnete Frank Tempel am Dienstag, 28. Juni um 19.30 Uhr im Hotel Klingelhöffer in Alsfeld auf Einladung des Rosa-Luxemburg-Clubs Vogelsberg.

Jährlich werden bis zu 6,2 Milliarden Euro an Steuermitteln für die »Drogenbekämpfung« ausgegeben, der größte Teil davon für Strafverfolgung und -vollzug. Etwa 30 Prozent der Gefängnisinsassen sind wegen drogenbezogener Delikte inhaftiert“, erklärt Frank Tempel. Doch die restriktive Politik habe nicht zu einem Rückgang des Drogenkonsums geführt. „Nicht nur Konsumentenverbände, sondern auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Drogenhilfe, Polizei, Justiz und Medizin fordern einen Neuanfang in der Drogenpolitik“, ergänzt Dietmar Schnell von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen. In verschiedenen Ländern, die einen liberalen Weg in der Drogenpolitik gegangen sind, habe sich der Konsum entgegen allen Befürchtungen nicht erhöht. Stattdessen seien die drogenbezogenen Probleme wie Todesfälle durch Überdosierung, Infektionen mit HIV und Hepatitisviren und Beschaffungskriminalität teils drastisch gesunken. Angesichts dieser Fakten, so Schnell weiter, müsse man über Alternativen zur herrschenden Drogenpolitik nachdenken.

Frank Tempel, drogenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag , war vor seiner Wahl Kriminalbeamter und u.a. im Bereich Drogenbekämpfung tätig. Mit ihm sollen u.a. folgende Fragen geklärt werden: Ist der Krieg gegen Drogen zu gewinnen? Welche Auswirkungen haben Strategien die auf Verbote und Kriminalisierung setzen? Welche politischen Rahmenbedingungen braucht die akzeptierende Drogenarbeit? Welche Vorschläge für eine humane, verantwortungsvolle Drogenpolitik werden aktuell diskutiert? In einem Impulsreferat wird Jo Biermanski aus Alsfeld, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik der LINKEN in Hessen sowie der Selbsthilfeorganisation Grüne Hilfe Hessen, die Situation vor Ort beleuchten. Der Eintritt ist frei.

Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen, Erleswiesenweg 27, 36367 Wartenberg

Weitere Infos auch auf der Webseite der RLS Hessen

Piraten kritisieren Referentenentwurf zu medizinischem Cannabis

18. Juni 2016

In einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung kritisiert die Piratenpartei den Referentenentwurf des Gesundheitsministerium zu medizinischem Cannabis. Die geplante Reform soll mehr Patienten den Zugang zu Cannabis als Medizin ermöglichen und die längst überfällige Kostenübernahme durch die Krankenkassen regeln. Außerdem soll das benötigte Cannabis unter Aufsicht einer zu gründenden Cannabisagentur in Deutschland angebaut werden. Der Entwurf sei „ein Schnellschuss vom Team „Gröhe-Mortler“, der zu Lasten der leidenden Patienten geht und letztlich den Anbau einer alten Heilpflanze verhindern soll, die ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur war und ist.“

Die Piraten kritisieren unter anderem, dass den Krankenkassen die Entscheidung überlassen werden soll, in welchem Fall mit Cannabis behandelt und die Finanzierung übernommen wird. Die Pläne seien als ein „Anbauverhinderungsgesetz“ zu verstehen. Außerdem werde im vorliegenden Gesetzentwurf die Artenvielfalt der Pflanze „völlig außer acht gelassen, obwohl bekannt ist, dass unterschiedliche Sorten individuelle Linderung oder Heilung bewirken.“ Die Partei fordert, dass sowohl der Anbau als auch der Konsum von Cannabis so reglementiert werden soll, „dass eine kontrollierte Selbstversorgung und der Umgang selbstverständlich werden“.

Andreas Vivarelli, Themenbeauftragter für Drogen- und Suchtpolitik der Piratenpartei Deutschland fasste zusammen: „Die PIRATEN sprechen sich ganz klar und entschieden gegen dieses unsinnige „Anbauverhinderungsgesetz“ aus und fordern eine moderne, am Menschen und seinen Therapiebedürfnissen ausgerichtete Cannabis-Politik.“ Das gehe auch anders. Das Fazit Vivarellis zu dem Entwurf: „Bitte entsorgen, liebe Bundesregierung, das hilft niemandem.“

Shiny Flakes Busts

26. April 2016

Uns erreichen immer noch Anfragen zu dem Vorfall, obwohl das Thema schon etwas zurückliegt. Die Behörden arbeiten das Thema langsam ab, wie man es auch schon aus ähnlichen Fällen kennt (http://www.gruene-hilfe.de/2015/01/07/hd-wellte-rollt-weiter-udopea-und-hanfstation-busts/).

Das kann sich je nach zuständiger Ermittlungsbehörde und Bundesland unterscheiden und sich erfahrungsgemäß hinziehen.

Ein Anrufer schilderte, dass er eine betreffende Emailadresse mit der angeblich bestellt wurde in harmlosen Anwendungen und Diensten, wie z.B. Spotify oder Netflix nutzte und diese Adresse im Freundeskreis geshared wurde.  Und es explizit nicht seine Emailadresse gewesen ist.

Es kam zu einer Hausdurchsuchung und Beschlagnahmung des PCs bei dem Anrufer. Die Ermittlungsbehörden gehen nun davon aus, dass eine Bestellung vorgelegen haben muss – da die E-Mailadresse, bei der bestellt wurde, definitiv von seinem PC genutzt wurde.

Falls Ihr also E-Mailadressen in Programmen oder Diensten nutzt, die ihr Euch mit Dritten teilt oder Ihr nicht auschließen könnt, dass diese von Dritten genutzt werden, wäre es sinnvoll diese Referenzen von Eurem PC zu entfernen, damit Ihr nicht aus falschen Gründen angeklagt werdet.

Das gilt natürlich auch für jeden der da womöglich bestellt haben könnte.  Wir können natürlich keine Tipps geben, wie dass ihr z.B. Truecrypt installieren solltet, oder dass Ihr eure Festplatte formatieren müsst.

Offensichtlich reicht es aber aus, eine falsche Emailadresse zu nutzen, damit man wegen einer Bestellung (multipler Substanzen) angeklagt wird.

Jegliche Informationen von Betroffenen helfen uns. Meldet Euch – dann können wir Euch auch eventuell helfen!

 

 

Grüne Hilfe Bayern bietet wieder eine Sprechstunde an

20. März 2016

Am 9. April von 14.00 – 16.00 Uhr ist Katharina Walter wieder für Euch da, um Fragen um die herrschende Rechtsprechung, der medizinischen Lage und Anwaltskontakten zu beantworten.
Eine Welt Haus, Schwanthalerstraße 80, 80336 München, Raum 110.

Hanffreunde Bayern aufgepasst, hier ein Termin von Katharina:

4. März 2016

Am 12.März von 14.00 – 16.00 Uhr ist Katharina Walter für Euch da, um Fragen um die herrschende Rechtsprechung, der medizinischen Lage und Anwaltskontakten zu beantworten.
Eine Welt Haus, Schwanthalerstraße 80, 80336 München, Raum 110.

PM des Grüne Hilfe Netzwerk e.V. zur Mitgliedervollversammlung in 2016

29. Februar 2016

Abschlusserklärung des Grüne Hilfe Netzwerk e. V. anlässlich der Mitgliederversammlung am 13.02.2016 in Arnstadt

Am 13.02.2916 fand in Arnstadt (Thüringen) das Bundestreffen des Vereins Grüne Hilfe Netzwerk e. V. statt.

Es entwickelte sich ein reger Austausch über die jeweiligen Erfahrungen der einzelnen Regionalbüros und auch über Planungen hinsichtlich der zukünftigen Arbeitsweise der Grünen Hilfe.

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Des weiteren wurde ein neuer Vorstand gewählt. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Thomas Schneider (1. Vorsitzender) und Martin Rediker (Kassenwart) wurden wieder gewählt, für den ausgeschiedenen bisherigen 2. Vorsitzenden Jost Leßmann wurde Stefan Koch neu in den dreiköpfigen Vorstand gewählt.

Mit Katharina aus Bayern und Andreas aus Nordrhein-Westfalen konnten zwei neue Mitglieder begrüßt werden, beide werden neue Regionalbüros in München und Köln betreiben.

Trotz der endlich immer weiter um sich greifenden Erkenntnis, dass die hier seit über 40 Jahren herrschende Drogen(verbots)politik letztendlich gescheitert ist, bleibt leider festzuhalten, dass noch nicht einmal die Substanz Cannabis zwischenzeitlich legalisiert ist und deren Gebraucher entkriminalisiert worden sind, noch das entsprechende Schritte ernsthaft auf den Weg gebracht sind!

So gibt es weiterhin keine bundesweit einheitlich geltende Regelung, was die so genannte geringe Menge zum Eigenbedarf betrifft. Obwohl dies bereits seit 1994 vom obersten deutschen Gericht gefordert wird!

Den weitaus größten quantitativen Umfang der Grüne Hilfe Tätigkeit für und mit rat- und hilfesuchenden Betroffenen betrifft bereits seit langen der Komplex Fahrerlaubnisrecht; so zum Beispiel der Sachverhalt das Führerscheinverlust oftmals auch dann droht und umgesetzt wird, wenn davon Betroffene nicht unter der Wirkung von THC am Straßenverkehr teilgenommen haben!

Der eigentliche Grund dafür liegt in erster Linie in der Festsetzung des so genannten analytischen Grenzwertes von 1,0 ng/ml THC im Blutserum. Der Skandal besteht nach wie vor darin, dass eine entsprechende Kommission diesen „Grenzwert“ völlig unwissenschaftlich viel zu niedrig festgesetzt hat!

Aufgrund von entsprechenden Studien und fachwissenschaftlichen Veröffentlichungen ist seit langem bekannt, dass dieser Grenzwert keinesfalls so etwas wie eine „Wirkschwelle“ beschreibt! Es fehlt bei diesem Grenzwert völlig an einer Identität zwischen Nachweis und Wirkung, bzw. Wirkungs- und Nachweiszeit!

Diese Studien, wissenschaftlichen Veröffentlichungen und auch die entsprechenden Diskussionen auf Verkehrsgerichtstagen scheinen aber sehr vielen Richtern, die beispielsweise Einsprüche gegen Bußgeldbescheide wegen Verstoß gegen § 24a StVG zu verhandeln haben, immer noch nicht bekannt zu sein! Sie scheinen überhaupt nicht informiert zu sein, denn wie ist es ansonsten zu erklären, dass sie sich fast immer strikt und „sklavisch“ an die 1,0 ng/ml Verordnung halten?

Internationale Verkehrsexperten hingegen halten einen Wert zwischen 5,0 ng/ml und 10,0 ng/ml THC im Blutserum für zielführend.

Würde aber, – wie von ihnen gefordert, – der Grenzwert auf mindestens 5,0 ng/ml THC im Blutserum heraufgesetzt, dann würden wesentlich weniger Menschen von der irrsinnigen gegenwärtig geltenden Führerscheinrechtspraxis betroffen sein, und müssten nicht mehr bei Organisationen wie der unserigen um Rat und Hilfe nachfragen.

Abschließend bedanken wir uns bei den thüringischen Landtagsabgeordneten der Partei DIE LINKE., Sabine Berninger und Frank Kuschel, die das Treffen materiell unterstützt haben!

Vorstand der Grünen Hilfe, 13.02.2016; MR, 18.02.2016

Altes Konto der Grünen Hilfe wird aufgelöst!

4. Februar 2016

Unser noch existierendes Bankkonto bei der Postbank Frankfurt/Main wird in
Kürze aufgelöst!

Deswegen nutzt für eure Überweisungen an uns (z. B. Spenden, Mitgliedsbeiträge) ab sofort
nur noch unser Konto bei der GLS-Bank Bochum. Die entsprechende IBAN lautet:
DE50 4306 0967 4077 1918 00 .

Bei Überweisungen aus dem Ausland ist auch die BIC anzugeben. Sie lautet: GENODEM1GLS
Vielen Dank!

Cannabiskonsum und Führerschein: Die 1,0ng/ml Grenze bleibt

20. Januar 2016

Führerscheininhaber müssen weiterhin schon bei einer Blutkonzentration von 1,0 ng Tetrahydrocannabinol (THC) pro ml Blutserum mit einem Entzug ihrer Fahrerlaubnis rechnen. Das hat die 9. Kammer des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen heute in insgesamt fünf Verfahren entschieden.

Quelle

Dazu demnächst mehr. Auch wenn die Entscheidung natürlich nicht zu begrüßen ist, gibt die letzte Empfehlung wieder Möglichkeiten auf dem Klageweg etwas zu bewegen – andere Gerichte in anderen Bundesländern, mögen das eventuell anders sehen.

Autor: bw@gruene-hilfe.de

Aktionstag Medizin 2015 an der Fachschaft der Medizinischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen

27. November 2015

P1070545

Am 2.12. 2015 von 8.00 – 16.00 Uhr vor und im Hörsaal 81, Zeit 10:00 – 11:45, Ort HS 552

Hier die Broschüre zur Veranstaltung: Broschüre: AT2015_3.pdf

Die Grüne Hilfe vertritt Jost Leßmann, Regionalbüro Niedersachsen

Podiumsdiskussion – Legalisierung von Cannabis mit Prof. Ehrenreich Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin, Prof. Poser Oberarzt für Pharmakologie und Toxikologe und Psychatrie, Prof. Ambos Richter am Landgericht Göttingen und Jost Leßmann Grüne Hilfe Niedersachsen.

„Herr Leßmann weist darauf hin, dass die Konsumenten von Cannabis genötigt
werden, auf dem Schwarzmarkt einzukaufen. Der Drogenschwarzmarkt sei von Leuten beherrscht, die nur an harten Drogen etwas verdienen. Hanf würde nur angeboten, weil es so beliebt bei den Kunden sei. Alle Cannabis
Konsumenten kämen somit regelmäßig mit harten Drogen in Berührung. Wäre Cannabis legal zu erhalten, würden große Teile der harten Drogenszene verschwinden. Außerdem sei nicht das Cannabis als Substanz der Einstieg in die Drogenszene, vielmehr bringe die sprachliche Kategorisierung von Haschisch als illegale Droge seinen Konsumenten auf dem
Drogenschwarzmarkt in die Nähe von harten Drogen.
Ein anderes Problem sei das gefährliche Strecken der Droge mit giftigen Substanzen wie Henna, Blei oder auch Schuhcreame. Dieser Handhabung werde Verschlimmert durch die Regelung, dass ein Händler, falls er erwischt
wird, nach dem prozentualen Wirkstoffgehalt (THC-Anteil) im Haschisch verurteilt wird. Je schlechter also die Qualität des beschlagnahmten Stoffes sei, desto milder die Strafe. Für gesundheitsgefährdendes Strecken mit z.B. Chemikalien werde man so auch noch belohnt.“