Das Grüne Hilfe Netzwerk, für Menschen mit Problemen mit dem BtMG

Willkommen auf der Webseite des Grüne Hilfe Netzwerk e.V.

Der Grüne Hilfe Netzwerk e.V. ist ein Organ bundesweiter Pro-Hanf Gruppen, welcher 1994 auf Initiative der Cannabis-Bundeskonferenz entstanden ist.

"Sie haben das Recht, die Aussage zu verweigern."

Wir verstehen uns als Kontakt- und Informationsbörse sowie Hilfe zur Selbsthilfe zu den Themen Cannabis und Recht, Cannabis als Medizin und Gefangenenbetreuung.

In der Navigationsleiste, auf der rechten Hälfte der Webseite, findest du Kontaktinformationen sowie eine Vielzahl von Informationen und Links.

Wir betreiben auch eine Mailingliste, mit der du ständig von uns auf dem neusten Stand gehalten wirst. An dieser Stelle geht es mit den Neuigkeiten der Grünen Hilfe weiter.


Lawblog: Hoher Stromverbrauch begründet Anfangsverdacht

16. Mai 2012

Das Lawblog berichtet über eine Hausdurchsuchung wegen hohem Stromverbrauch: In Karlsruhe hat die Polizei eine private Marihuana-Plantage ausgehoben. Die Plantage befand sich in einer Privatwohnung. An sich eine alltägliche Geschichte, hätte die Meldung über die Angelegenheit nicht einen Kick: Auf die Spur des privaten Drogenzüchters, so heißt es lakonisch in einer Agenturmeldung, seien die Beamten durch dessen exorbitant hohen Stromverbrauch gekommen.

Wieso die Polizei ermittelte, wird leider nicht erwähnt. Obwohl sich Nachfragen aufdrängen. Checkt die Polizei etwa, wie viele Kilowatt Bürger verbrennen, und setzt sie diese Zahl in Relation zur Fläche der Wohnung? Ab welchem Stromverbrauch klingeln die Alarmglocken? Wird etwa berücksichtigt, wie viele Personen in der Wohnung leben. Geschehen solche Dinge routinemäßig? Oder nur bei begründetem Anlass? Und auf welcher Rechtsgrundlage geben Stadtwerke Daten raus?

Ich habe beim Pressesprecher der Karlsruher Polizei nachgefragt. Er sagt, seine Behörde überprüfe keineswegs die Stromrechnungen x-beliebiger Kunden. Vielmehr hätten seine Kollegen einen Anfangsverdacht gehabt. Der Vermieter des Betroffenen habe nämlich einen Hinweis gegeben. Wahrscheinlich hatte der Vermieter den Verbrauch des Verdächtigen nachgehalten. Stromzähler in Mietshäusern sind ja meist für alle Parteien zugänglich.

Bemerkenswert bleibt die Angelegenheit trotzdem. Immerhin hat die Polizei dann ja aufgrund des Anfangsverdachts den Stromverbrauch überprüft. In so einem Fall müssen die Stadtwerke als Zeuge Kundendaten liefern. Der Stromverbrauch war nach Polizeiangaben für eine Einpersonenwohnung so exorbitant hoch, dass ein Richter es für nachvollziehbar hielt, dass dort Tag und Nacht die Powerlampen einer Marihuana-Plantage brennen. Dementsprechend ordnete er die Durchsuchung an.

Der Polizei kann man zu Gute halten, dass sie sich offenbar nicht alleine auf die Angaben des Vermieters verließ. Unabhängig davon ist der Fall ein schönes Beispiel dafür, welche Ermittlungsansätze sich erst aus den Daten intelligenter Stromzähler ergeben können. Das Thema haben wir ja schon im letzten Jahr diskutiert.

Entwürdigende Drogenkontrollen bei der Münchener Polizei

7. Mai 2012

Entwürdigende Drogenkontrollen bei der Münchener Polizei. Welche/r Münchener Jugendliche kann davon kein Lied singen? Eine Person möchte sich das nicht bieten lassen. Die Süddeutsche berichtet von einem 27jährigen, der regelmäßig von der Polizei überprüft, zum Ausziehen gezwungen und sein Intimbereich untersucht wird. Weiter bei der SZ: Münchner Polizei Entwürdigende Drogenkontrollen, 7.5.2012

Nachweisbarkeit von synth. Cannbinoiden in Kräutermischungen

30. April 2012

Uns erreichen immer wieder Anfragen, ob synthetische Cannabinoide, die in Kräutermischungen enthalten sind, auch in Tests festgestellt werden können.

Dazu ist Folgendes anzumerken:

Medizinisch nachweisbar sind diese Stoffe grundsätzlich schon, wie z.B. diese Studie zu entnehmen ist.
http://trid.trb.org/view.aspx?id=936022

Die Studie wurde vom Bundesamt für Strassenwesen in Auftrag gegeben, daher muss man damit rechnen, dass in  in Zukunft, wenn nicht schon jetzt, Schnell- oder Labortests, existieren werden.

Schnelltests die diese Stoffe erkennen, existieren unseres Wissens bisher allerdings nicht.

Zum, in Labortests verwendeten GC/MS oder LC-MSIMS, Verfahren, welche sowohl bei Blut- als auch Urintuntersuchungen Anwendung finden, ist anzumerken, dass hier nur das gefunden wird, was auch gesucht wurde. Ein einfacher Kombitest wie bei den ungenauen Schnelltestverfahren existiert hier nicht. Dieses begründet sich dadurch, dass Schnelltests nur einen Anfangsverdacht liefern können und Labortests hingegen genau sein müssen. Allerdings ist es so, dass die gängigen Substanzen im Regelfall auch in Labortests gesucht werden.

Das bedeutet, dass hinsichtlich der kontrollierenden Institution in der Regel ein Verdacht auf die konsumierte Substanz vorliegen muss.

Behörden sind aufgrund ihrer Beschaffenheit immer etwas träge. Es vergeht immer eine gewisse Zeit, bis die neusten Substanzen auch einen Einzug in die Praxis finden. Bei Blutuntersuchungen, aufgrund von Kontrollen im
Strassenverkehr, ist es z.B. so, dass der Polizist die zu überprüfenden Substanzen in einem Formular ankreuzen muss. Daher muss das Formular entsprechende Optionen bieten und der Polizist muss auch geschult sein um überhaupt richtig ankreuzen zu können. Außerdem muss auch eine Rechtsprechung zum Umgang mit diesen Substanzen entwickelt werden.

In der Praxis dürfte es sich derzeit so darstellen, dass die synthetischen Cannabinoide auch bei Labortests nicht gefunden werden, weil danach nicht in den meisten Fällen nicht gesucht wird, zumindest sofern kein begründeter Anfangsverdacht, z.B. aufgrund einer Aussage vorliegt.  Medizinisch möglich ist es grundsätzlich. Eine Garantie geben wir ausdrücklich nicht und die Praxis kann sich auch ändern.

Allerdings sind die genauen Inhaltsstoffe dieser Spice-Derivate niemandem bekannt. Es ist nicht auszuschließen, dass diese Stoffe enthalten, z.B. aufgrund der verwendeten Kräutermischungen oder aufgrund der Substanz selbst, welche auch  in Schnelltests erkannt werden können. Den Marketingversprechen der Anbieter dieser Kräutermischungen sollte man niemals trauen. Diese kalkulieren damit, dass deren Produkte nach einer gewissen Zeit nicht mehr vertrieben werden können und scheren sich nicht darum, ob die Versprechen stimmen oder ob für den Konsumenten gesundheitliche Folgen entstehen könnten.

Es geht den Anbietern  um Umsatz und nicht um die Interessen der Konsumenten!

Vom Konsum dieser Substanzen  ist  aus unserer Sicht dringendst abzuraten. Es existieren weder Erfahrungen zu den Langzeitfolgen dieser Stoffe, noch Studien zu potentiellen Nebenwirkungen oder den Folgen aus der Kombination mit anderen, normalerweise harmlosen, Substanzen.

Eine Garantie, dass diese Substanzen nicht nachgewiesen werden können, kann daher nicht gegeben werden!

Der beste Schutz ist die Kenntnis der Rechtslage und Wissen über die Praxis wie ihr euch zu verhalten habt. Informiert euch vorher! Nachher ist es meist zu spät.

Macht niemals Angaben zu euren Konsumgewohnheiten!

1. Mai: Keine Coffeeshops mehr für Touristen; 420: Am Freitag große Demo in Amsterdam gegen den Wietpass

17. April 2012

Grafik Banner zum Weedpass Protest am 20.4.2012 in AmsterdamAm 01.05.2012 wird in großen Teilen der Niederlande der Wietpass eingeführt. In den Provinzen Zeeland, Nord-Brabant und Limburg werden die Coffeeshops dann nur noch Cannabis an Niederländer verkaufen, die eine Mitgliedskarte des Shops besitzen. Der Rest des Landes soll bis 2013 folgen.

Dagegen wendet sich eine große Demo am Freitag, den 20.04. um 4:20 h in Amsterdam.

Durch den Ausschluss der Touristen aus den Coffeeshops befürchten viele einen vermehrten Straßenhandel in den Niederlanden.

Auch für die niederländischen Hanffreunde ist das ein Rückschritt, da sie sich für jeden Coffeeshop einzeln anmelden und ihre Daten hinterlegen müssen.

Hier eine Info-Seite zur Demo. Die Aktion ist als “Flash Mob” geplant, der genaue Ort wird erst eine Stunde vor Beginn bekannt gegeben. Begebt euch also einfach nachmittags rechtzeitig in einen der Amsterdamer Coffeeshops, dann erfahrt ihr, wie es weitergeht.

Und damit es sich lohnt, über´s Wochenende nach Holland zu kommen, haben sich die Shops in Haarlem, östlich von Amsterdam, mit den “Cannalympics” noch ein Extra-Programm für den Samstag ausgedacht…

Auch der Hanfverband berichtet.

Die Konsumentenvereinigung WeSmoke möchte derweil für die Übernahme der Coffeeshopkultur in das Weltkulturerbe der UNESCO werben. Dazu Informationen an dieser Stelle.

Update zu Freigabe von Drogen: richtig oder unverantwortlich?

12. April 2012
Geändert hat sich nun der Veranstaltungsort und der Tag; statt, – wie
zunächst vorgesehen in der Gaststätte “Altes Brauhaus” findet die

Veranstaltung nun statt mit:

mit MdB Frank Tempel (DIE LINKE) und Jost Leßmann (Grüne Hilfe Netzwerk e.V.) am
Montag 04. Juni 2012, 19:30 Uhr im Kasino, Südstr. 21,  59557 Lippstadt

Willkürlich abgerechnet, die Bielefelder Führerscheinbehörde und das Verwaltungsgericht Minden

6. April 2012

Autor: Theo Reetig
Wie wir in der Ausgabe 12/2011 (Hanfjournalausgabe 12/2011) berichtet haben, erscheint die Verwaltungspraxis
in Bielefeld hinsichtlich einer Fahreignungsüberprüfung bei Besitz von Cannabis sehr willkürlich.
Neben der mitunter zweifelhaften Überprüfungsbegründung – in einem Fall ging es um den Besitz von sage
und schreibe 0,5 Gramm Gras und der Einlassung, alle zwei bis drei Wochen mal ein Joint zu
rauchen – sticht insbesondere ins Auge, dass die Amtsärztin fernab aller Begutachtungskriterien und
wissenschaftlichen Erkenntnisse agiert.

Den sehr interessanten ganzen Artikel findet Ihr auf:
http://www.hanfjournal.de

Update zu “Viel Rauch um Nichts – Was tun mit Cannabis?“ am 01.06 2012 in Göttingen

29. März 2012

Nun ist die Diskussionsrunde mit 2 Grünen Politikern gefüllt und geschlossen. Keine Angst, mehr werden es nicht!:)

Es nehmen zusätzlich teil:
Dr. Harald Terpe, MdB, Drogen- und suchtpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag
und
Marie Kollenrott,, Kreisvorstandssprecherin der Grünen Göttingen

Freigabe von Drogen: richtig oder unverantwortlich?

27. März 2012

mit MdB Frank Tempel (DIE LINKE) und Jost Leßmann (Grüne Hilfe Netzwerk e.V.)
Dienstag 04. Juni 2012, 19:30 Uhr, Kasino, Südstr. 21,  59557 Lippstadt
Nicht erst seitdem…
… im Juni 2011 die „Global Commission on Drug Policy“ (Weltweite Kommission zur Drogenpolitik), eine unabhängige internationale Arbeitsgruppe prominenter Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft, für die UN ihren Bericht vorgelegt hatte, mehren sich die Stimmen, welche die seit über 40 Jahren bestehende Drogenverbotspolitik als grundlegend gescheitert ansehen. Die Kommission verlangt ein Ende der Kriminalisierung und Stigmatisierung von Drogennutzern mit zum Teil verheerenden Auswirkungen auf Individuen und der Gesellschaft als Ganzes.
Regierungen sollen darin bestärkt werden, neue Wege zu gehen um die Macht der organisierten Kriminalität einzuschränken und Gesundheit und Sicherheit der BürgerInnen unter Einbeziehung von Menschenrechtsfragen zu schützen.
Gemeint sind damit vor allem Maßnahmen zur Legalisierung von Cannabis und damit die Entkriminalisierung deren Gebraucher weil Cannabis mit Abstand die am weitesten verbreitete illegalisierte Droge ist.
In diesem Zusammenhang sorgte Frank Tempel, drogenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE, und ursprünglich Kriminalbeamter aus Thüringen, vor einiger Zeit für Aufregung. Dies deswegen, weil er im Januar dieses Jahres den Antrag der Fraktion DIE LINKE „Legalisierung von Cannabis durch Einführung von Cannabis-Clubs“ einbrachte, welcher durch eine öffentliche Anhörung im Gesundheitsausschuss ein beträchtliches öffentliches Interesse hervor rief.
Auf dieser Veranstaltung wollen wir die kontroversen Fragen, die sich aus den Forderungen der Globalen Kommission ergeben, wie z. B. nach Möglichkeiten der Regulierung der Drogenmärkte sowie der Legalisierung des Besitzes von Drogen genauso beleuchten wie die Fragen nach effektiver Suchtprävention und Cannabis Clubs nach spanischem Vorbild.
Wie kann ein selbstbestimmter Drogenkonsum geregelt werden? Wie ist Drogenmissbrauch zu vermeiden? Wie können Gesundheitsschutz und Jugendschutz sicher gestellt werden? Wie ist ein sicherer und legaler Drogenkonsum ohne Verunreinigungen und gefährliche Steckmitteln zu gewährleisten? Wir meinen, dass wir mehr Toleranz für erwachsene Menschen brauchen, die einen maßvollen Genuss von Drogen als Gewinn betrachten. Darüber wollen wir diskutieren.
Neben Frank Tempel konnten wir hierzu auch Jost Leßmann aus dem Vorstand des Vereins Grüne Hilfe Netzwerk e. V., einer Selbsthilfeorganisation, dies seit langem zum Thema Cannabis umfangreich tätig ist, gewinnen.
DIE LINKE. Kreisverband Soest
Martin Rediker
Elisabethstraße 5
59555 Lippstadt
Telefon 02941 59409
mrediker@web.de
www.die-linke-kreis-soest.de
V.i.S.d.P. Manfred Weretecki, DIE LINKE. Kreis Soest,
Thomästraße 11, 59494 Soest

“Viel Rauch um Nichts – Was tun mit Cannabis?“

26. März 2012

Podiumsdiskussion zum Thema
Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel

Info Grafik zur Veranstaltung in GöttingenIn Deutschland leben mehr als 17 Millionen Menschen die bereits Erfahrungen mit Cannabis gesammelt haben. Mindestens vier Millionen Deutsche griffen im vergangenen Jahr zu Joint & Co. – Konsumenten der jahrtausendealten Genussmittels findet man in allen Schichten, Altersgruppen, Berufen, Regionen. Dennoch erwecken Politik und Medien meist den Eindruck, Hanffreunde seien eine Randerscheinungen durchweg träge, behandlungsbedürftig, süchtig…

Die Cannabiskultour informiert über das Potential der Pflanze Hanf als Rohstoff, Medizin und Genussmittel. Sie will Nutzhanfprodukte und ihre Produzenten öffentlichkeitswirksam unterstützen, auf die Nöte der Cannabispatienten hinweisen und für eine Legalisierung der Rauschmittel Haschisch
und Marihuana werben.

Darüber diskutieren am 01.06.2012 ab 19.00 Uhr im Roten Zentrum Göttingen, Lange-Geismar-Str. 2, 37073 Göttingen:

Steffen Geyer, Hanfaktivist aus Berlin und Initiator der Cannabiskultour
Thomas Schneider, 1. Vorsitzender der Grünen Hilfe e.V.
Markus Cronjäger, Rechtsanwalt aus Berlin
Gunter Weiglein, Cannabispatient
Frank Tempel, Drogenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion die Linke
Patrick Humke, Gesundheitspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion die Linke

Ausrichter der Veranstaltung ist die Grüne Hilfe e.V.

Regionalbüro Niedersachsen

4. März 2012

Das Regionalbüro Niedersachsen ist in der Zeit vom 05.03 – 19.03.2012 nicht erreichbar. Bitte wendet Euch in dieser Zeit an ein anderes Regionalbüro.